RAVENSBURG (dpa-AFX) - "Schwäbische Zeitung" zu Querdenkern im Südwesten:

"Die Arbeitslosigkeit ist niedrig, die Lebensqualität hoch - und doch ist in Baden-Württemberg die Zahl der Querdenker hoch. Eine Studie der Heinrich-Böll-Stiftung liefert Hinweise, wer sie sind und warum es im Südwesten so viele gibt. Anders als im Osten Deutschlands, speist sich die Bewegung im Südwesten nicht aus AfD-Wählern, sondern vor allem aus Menschen aus dem alternativen oder antroposophischen Milieu - Menschen, die früher eher links oder grün wählten. Dass sich viele, die gegen die Coronamaßnahmen auf die Straße gehen, bei den Grünen nicht mehr wiederfinden, liegt an deren Entwicklung. Im Südwesten gehört die Partei spätestens seit 2011 zum Establishment. Wer den Staat ablehnt, findet sich dort nicht mehr wieder. Wie alle Volksparteien haben die Grünen an den Rändern verloren. Es treffen sich Lager von ganz links und ganz rechts, die einst als unversöhnlich galten. Ihr gemeinsamer Nenner ist die Staatsfeindlichkeit. Gegen sie zu immunisieren, braucht es mehr als drei Spritzen."/yyzz/DP/he