RAVENSBURG (dpa-AFX) - "Schwäbische Zeitung" zur Migrationskrise:

"Der belarussische Diktator Alexander Lukaschenko kann zufrieden sein. Das Scheinwerferlicht fällt auf seine Geiseln: Tausende Flüchtlinge, die er bei eisigen Temperaturen im Grenzgebiet zwischen Belarus und Polen unter unwürdigen Bedingungen dem Schicksal überlässt. Gleichzeitig führt Lukaschenko die Europäische Union und Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen vor. Nach dem Versagen bei der Beschaffung der Impfstoffe gegen Covid-19 beweist von der Leyen erneut, dass sie keine Krise bewältigen kann. Dabei könnte die Europäische Union robust agieren, sie muss es nur wollen. Mit der Grenzschutzagentur Frontex beispielsweise. Oder mit dem Einsatz der EU-Battle Group, einer schnellen Eingreiftruppe mit 4500 Soldaten aus verschiedenen EU-Nationen. Noch schützt Polen die EU-Außengrenze. Doch verweisen die Polen zu Recht darauf, dass sie alleine gelassen werden, während die EU andernorts mit den Missionen Atalanta und Irini Migrationssprobleme bekämpft."/yyzz/DP/he