MAGDEBURG (dpa-AFX) - Die "Volksstimme" zum Protest der "Letzten Generation":

"Bei aller Berechtigung von Protest: Die Übergriffe der "Letzten Generation" sind, so wie sie erfolgt sind, zu allererst eines: Straftaten. Sie sind als solche zu benennen und zu ahnden. Die moralische Bewertung ist eine andere Frage. Aber auch hier sind sowohl Mittel als auch Zeitpunkt fragwürdig. Die Aktionen finden in einer Zeit massiv steigender Energiepreise und wachsender Unsicherheit bei der Versorgung durch den Ukraine-Krieg statt. Gerade der kritisierte Minister Habeck tut in dieser Phase sehr viel mehr als frühere Amtsträger, um den Umstieg auf erneuerbare Energien zu beschleunigen. Dass er die Abhängigkeit von Öl und Gas aber nicht von heute auf morgen lösen kann - auch das ist Teil der Wahrheit. Wer will, kann das erkennen, ebenso wie die Tatsache, dass dieses Land - noch - auf Öl und Gas angewiesen ist, sollen auch im kommenden Winter Autos fahren und Häuser geheizt werden. Die "Letzte Generation" will das nicht. Sie stellt das Prinzip über die Alltagsrealität. Das aber löst kein einziges Problem. Es stiftet nur Unfrieden."/al/DP/men