MAGDEBURG (dpa-AFX) - "Volksstimme" zur EU-Grenzschutzagentur:

"Die Frontex-Beamten bräuchten Know-how, Motivation und die richtige Führung. Doch daran mangelt es offenbar gewaltig, die Agentur häufig im Gerede. Gerade wieder, weil Frontex-Leute dabei waren, als Flüchtlingsboote in Griechenland rechtswidrig zurück in die Türkei gedrängt wurden. Und weil Frontex-Chef Fabrice Leggeri einen selbstherrlichen Führungsstil mit rüden Ton pflegen soll, was dieser heftig bestreitet. Die EU-Aufklärungsmaschinerie läuft. Beteiligt ist die Betrugsbekämpfungsbehörde Olaf, weil Frontex Software gekauft hatte, die fehlerhaft war. Bezahlt wurde sie großteils trotzdem. Bewahrheiten sich die Vorwürfe gegen Leggeri, der auch die Einsetzung von Menschenrechtsbeobachtern verzögert hat, wäre er falsch an seinem Platz. Darüber wird vom Verwaltungsrat entschieden. Der ist aber nicht demokratisch gewählt, sondern besteht aus Vertretern der Mitgliedstaaten und der EU-Kommission. Dahinter hat sich der Franzose bisher gut verschanzt."/yyzz/DP/he