WIESBADEN (dpa-AFX) - "Wiesbadener Kurier" zum Strategiewechsel der USA:

Die Reaktion auf den Terrorakt des 11. September 2002 geriet nicht nur zu einer groß angelegten Polizeiaktion am Hindukusch. Die Bush-Administration sah vor, unter dem Titel Freedom Agenda und im Namen der universellen Freiheitswerte alle Tyrannei in der Welt zu beenden. So konnte nur ein Land handeln, das sich als letzte Weltmacht fühlte - es hatte mit der Demokratie und der Unteilbarkeit der Menschenrechte ausgezeichnete Argumente auf seiner Seite. Das Scheitern in Afghanistan und dessen Eingeständnis durch Biden bedeutet das Ende dieser Strategie. Er stellt damit zugleich die Frage, welche Machtverschiebungen dies in der Welt zur Folge haben wird und ob unsere westlichen Ideale für jeden Teil der Welt die richtige Wahl sind./yyzz/DP/mis