Der Kraftwerksbetreiber Uniper hat seine Prognose für das laufende Jahr wegen der gedrosselten Gaslieferungen aus Russland kassiert. Die Aktie bricht daraufhin zweistellig ein. Der Versorger sucht nun Hilfe beim Bund.

Uniper hat seine Ergebnisprognose zurückgenommen. Grund seien die gedrosselten Gaslieferungen durch den russischen Energiekonzern Gasprom. Die Beschaffung von Ersatzmengen erfolge nun zu deutlich höheren Preisen. Man stehe mit der Bundesregierung in Gesprächen zu Stabilisierungsmaßnahme und prüfe, wie die Liquidität des Konzerns weiter gesichert werden könne, heißt es in einer am Mittwochabend nach Börsenschluss veröffentlichten Ad-hoc-Mitteilung.

Die Uniper-Aktie crashte daraufhin im nachbörslichen Handel heftig. An der Börse Frankfurt steht die Aktie am Donnerstagvormittag mehr als 20 Prozent im Minus. Ein Anteilsschein kostet aktuell 13,29 Euro (Stand: 30.06.2022, 10,23 Uhr). Das ist der tiefste Stand seit mehr als fünf Jahren.

Aufgrund seiner starken Abhängigkeit von Russland hatte Uniper bereits im ersten Quartal einen Verlust von über drei Milliarden Euro verzeichnet. Die Aktie brach im laufenden Jahr um fast 70 Prozent ein.

Autor: Ferdinand Hammer, wallstreet:online Zentralredaktion


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