Der S&P 500 rauschte bislang knapp an den 20 Prozent minus, die einen Bärenmarkt markieren, vorbei. Die Credit Suisse schreibt jetzt von einer Chance auf satte Kursgewinne. Wieso das?

In der vergangenen Woche lag der S&P 500 zeitweise mehr als 19 Prozent unter dem Rekordhoch von Anfang Januar 2022. Aber erst ab 20 Prozent wird in der Regel von einem Crash gesprochen, so CNBC. Demnach ist der US-amerikanische Leitindex nur knapp einem Bärenmarkt entwischt. Diese Erholung könnte zukünftig für satte Gewinne ("Monster Gains") sorgen, wenn man die vergangenen fünf Beinahe-Pleiten des S&P 500 als historische Analysegrundlage heranzieht, argumentieren Analysten von Credit Suisse.

Allerdings warnen die Credit-Suisse-Analysten, dass der Markt dieses Mal möglicherweise nicht auf die Unterstützung der Federal Reserve zurückgreifen könnte, wie es bei den vorherigen Situationen der Fall war, meldet CNBC.

Rückblick: Im März 1978 nach dem Tiefpunkt stieg der Index im darauffolgenden Jahr um 13 Prozent an. Nachdem der Leitindex im Oktober 1998 und im Dezember 2018 seine Tiefststände erreicht hatte, kamen Gewinne von mehr als 37 Prozent. Ebenso nach dem Down im Oktober 1990 stieg der S&P 500 um 29 Prozent an und 32 Prozent waren es nach einem Einbruch im Oktober 2011.

Im Nachhinein betrachtet gab es in drei dieser Fälle die Unterstützung der US-Notenbank, die bei jedem dieser Beinahe-Crashs die Märkte lockerte oder eine Lockerung andeutete, erinnert die Bank.

Im Jahr 2022 hat die Fed die Zinsen erhöht, um den stärksten Inflationsdruck seit Jahrzehnten entgegen zu wirken. Laut CNBC halten es die Analysten der Credit Suisse für unwahrscheinlich, dass die Zentralbank ihren Kurs ändert.

Autorin: Laura Ehrhardt, wallstreet:online Zentralredaktion


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