ERFURT (dpa-AFX) - Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) plädiert einem Medienbericht zufolge für ein Weihnachtsfest ohne noch strengere Kontaktbeschränkungen jenseits einer 2G- oder 2G-plus-Regelung. "Ich wünsche mir, dass wir mit 2G oder 2G plus, aber ohne darüber hinausgehende oder weitere Beschränkungen wirklich hinkommen", sagte Ramelow der "Rheinischen Post" (Samstag). Es seien gerade erst neue und verbindliche Regeln zur Pandemieabwehr beschlossen worden. "Wir sollten ein Weihnachtsfest ohne zusätzliche Reise-Restriktionen und ohne neue Kontaktvorgaben versuchen", sagte der Linke-Politiker, der derzeit auch Bundesratspräsident ist.

Erst am Freitag hatten Bundestag und Bundesrat den Weg zur Nutzung strengerer Corona-Regeln in den Bundesländern freigemacht. Auch für eine Impfpflicht in bestimmten Bereichen wie der Pflege gab es vom Parlament und der Länderkammer grünes Licht.

In Thüringen, wo Ramelow eine rot-rot-grüne Minderheitsregierung führt, gelten bereits seit mehr als zwei Wochen strenge Regeln - unter anderem mit einer nächtlichen Ausgangssperre für Menschen, die nicht geimpft oder genesen sind und einer Sperrstunde ab 22 Uhr in der Gastronomie. Thüringen gilt mit einer Inzidenz oberhalb von 1000 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern binnen einer Woche zu den am stärksten betroffenen Bundesländern in Deutschland./htz/DP/zb