BRÜSSEL (dpa-AFX) - Die EU-Agrargelder machen die europäische Landwirtschaft aus Sicht des Rechnungshofes nicht klimafreundlicher. Auch wenn die Mittel explizit dem Klimaschutz zugutekommen sollen, haben sie nicht dazu geführt, dass die Landwirtschaft weniger Treibhausgase ausstößt, wie die Rechnungsprüfer in einem am Montag veröffentlichten Bericht kritisieren. Die Treibhausgasemissionen der Landwirtschaft seien seit 2010 nicht zurückgegangen, "obwohl von 2014 bis 2020 über ein Viertel aller EU-Agrarausgaben - mehr als 100 Milliarden Euro - in den Klimaschutz geflossen" sei, heißt es.

Zudem wird bemängelt, dass die europäische Landwirtschaftspolitik keine Anreize für wirksame klimafreundliche Verfahren biete und die geförderten Maßnahmen nur geringes Klimaschutzpotenzial hätten. Derzeit wird in Brüssel über die Ausgestaltung einer Reform der EU-Agrarpolitik gestritten. Erklärtes Ziel aller Beteiligten ist es, dass die Nahrungs- und Futtermittelproduktion in Europa umweltfreundlicher wird./mjm/DP/fba