LONDON (dpa-AFX) - Die britische Regierung streicht ihre "rote Reiseliste" für England drastisch zusammen. Wer vom frühen Montagmorgen an etwa aus Brasilien, Mexiko oder Südafrika in England ankommt, muss nicht mehr für elf Tage in verpflichtende, teure Corona-Quarantäne in einem Hotel. Künftig umfasst die "rote Liste" nur noch 7 Staaten in Süd- und Mittelamerika statt 54 Länder weltweit, wie Verkehrsminister Grant Shapps am Donnerstag mitteilte. Zudem müssen vollständig gegen Corona geimpfte Reisende nun bei der Ankunft aus zahlreichen weiteren Staaten wie Indien, der Türkei oder Ghana gar nicht mehr in Quarantäne.

Die Reisebranche hatte seit Monaten für Änderungen der Regeln zu beliebten Urlaubsländern wie Mexiko oder Thailand geworben. "Die heute verkündeten Maßnahmen bedeuten den nächsten Schritt, um den Reiseverkehr weiter zu öffnen und Stabilität für Passagiere und die Industrie zu schaffen, während wir gleichzeitig auf dem Weg bleiben, den Reiseverkehr für immer offenzuhalten", twitterte Shapps. Die Änderung gilt nur für den größten britischen Landesteil England.

Einreisende aus "roten" Ländern müssen sich nach Ankunft in England direkt in bestimmte Hotels begeben und dort elf Nächte in Isolation verbringen. Die Kosten von bis zu 2285 Pfund (2700 Euro) pro Person müssen die Reisenden selbst zahlen. Wer aus Deutschland ins Vereinigte Königreich einreist, muss schon seit längerem nicht mehr in Quarantäne. Allerdings muss vor der Ankunft weiterhin ein PCR-Test gebucht werden, der spätestens am zweiten Tag in Großbritannien gemacht werden muss./bvi/DP/he