SCHWERIN (dpa-AFX) - Die von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) für Mecklenburg-Vorpommern in Aussicht gestellte Lockerung der Einreisebedingungen für Touristen aus Corona-Risikogebieten wird wohl nicht noch für die Zeit der Herbstferien kommen. Schwesig habe deutlich gemacht, dass ein solcher Schritt abhängig sei von der Umsetzung der am Mittwoch in Berlin beschlossenen verschärften Schutzmaßnahmen und der Entwicklung der Fallzahlen, sagte am Donnerstag ein Regierungssprecher. Beides gelte es zunächst abzuwarten.

Am Donnerstagmorgen hatten die Gesundheitsämter 6638 Neuinfektionen an das Robert Koch-Institut gemeldet - ein Rekordwert für Deutschland. Als letztes Bundesland geht Bayern vom 31. Oktober bis zum 6. November in die Herbstferien, in Sachsen dauern sie vom 19. bis 31. Oktober.

Schwesig hatte nach dem Treffen der Länder-Regierungschefs mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) erstmals die Bereitschaft erkennen lassen, die für Mecklenburg-Vorpommern geltenden strengen Vorschriften abzumildern. Bislang müssen Reisende aus einem Corona-Hotspot bei der Ankunft im Land einen negativen Corona-Test vorweisen und danach in Quarantäne. Diese können sie frühestens nach fünf Tagen verlassen, wenn auch ein zweiter Test negativ verlief. Andere Bundesländer fordern nur einen negativen Test oder verzichten gänzlich auf Reisebeschränkungen. Für Touristen aus nicht betroffenen Gebieten gelten keine Beschränkungen.

Die Landesregierung wird bei ihrem nächsten MV-Corona-Gipfel am 20. Oktober in Schwerin erneut mit Kommunal-, Wirtschafts- und Sozialverbänden sowie Medizinern über ihr weiteres Vorgehen beraten. Eine Entscheidung zu veränderten Einreisevorschriften sei dabei noch nicht zu erwarten, sagte der Regierungssprecher./fp/DP/jha