BERLIN (dpa-AFX) - Nach der Einstufung Spaniens und Portugals als Corona-Hochrisikogebiete befürchtet die deutsche Reisewirtschaft eine zusätzliche Verunsicherung der Kunden. "Grundsätzlich führen Veränderungen bei der Risiko-Einstufung von Zielgebieten fast automatisch zu Verunsicherung bei den Reisewilligen und bei den Unternehmen, die Reisen anbieten", sagte eine DRV-Sprecherin am Donnerstag auf Anfrage. Sie wies zugleich darauf hin, dass sich durch die Einstufung als Hochrisikogebiet für vollständig Geimpfte oder von Corona Genesene fast nichts ändere.

Sie müssten lediglich eine digitale Einreiseanmeldung für die Rückreise ausfüllen und die entsprechenden Nachweise dort hochladen. Urlauber, die weder geimpft noch genesen sind, müssen dagegen nach der Rückkehr nach Deutschland zehn Tage in Quarantäne. Diese kann frühesten am fünften Tag mit einem negativen Testergebnis beendet werden.

Im Gegensatz zum wichtigen Sommerreisegeschäft ist die Bedeutung von Portugal und Spanien mit Ausnahme der Kanaren im Winter für Veranstalter und Reisebüros deutlich geringer. Urlauber zieht es in der kalten und dunklen Jahreszeit vor allem in Sonnengebiete auf der Fernstrecke oder in Wintersportgebiete, die trotz wachsender Angebote der Veranstalter nach wie vor als klassische Individualreiseziele gelten./mar/DP/nas