Die Hornbach Holding (WKN: 608340) meldete am 30.09.21 die Ergebnisse für das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 21/22. Im Vergleich zum coronabedingt starken Vorjahr stiegen die Umsätze noch einmal um 5 %. Das Ergebnis je Aktie legte um 1 % zu. Die Hornbach-Aktie reagierte auf die neuen Rekordergebnisse mit einem Kurssprung von 9 % (Stand 30.09.21, gilt für alle Angaben). Auch nach diesem Kursanstieg ist die Aktie meiner Meinung nach attraktiv bewertet und als langfristiges Investment interessant.

Die Ergebnisse des ersten Halbjahres im Detail

Vom 1. März bis zum 31. August 2021 stieg der Umsatz aufgrund einer hohen Nachfrage nach Bau- und Heimwerkerprojekten um 5 % gegenüber dem Rekordergebnis aus dem Vorjahr. Insbesondere außerhalb Deutschlands und im Baustoffhandel zogen die Umsätze stark an. Mit neuen Märkten in Schweden und Rumänien wurde die Expansion innerhalb Europas weiter vorangetrieben. Ein Highlight ist die Entwicklung des Onlinehandels. Dieser stieg um 48 % an und machte somit knapp 20 % der Gesamtumsätze aus.

Hornbach konnte Marktanteile gewinnen. Das bereinigte EBIT und das Ergebnis je Aktie stiegen ebenfalls leicht gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das Management geht von einer anhaltend hohen Profitabilität aus und erwartet im Gesamtjahr ein leichtes Umsatzwachstum sowie einen leichten Ergebnisrückgang im Vergleich zum Vorjahr.

Eine langfristige Wachstumsstory

Damit würde Hornbach seine langfristige Wachstumsstory fortschreiben. Seit zehn Jahren wächst der Umsatz des europaweit agierenden Konzerns jedes Jahr – im Durchschnitt mit 5 % jährlich. Auch das EBIT steigt kontinuierlich. Ein Grund für dieses Wachstum ist der anhaltende „Heimwerker-Trend“. Dieser wurde im letzten Jahr aufgrund der Corona-Pandemie noch verstärkt. Die meisten Menschen verbrachten sehr viel Zeit in den eigenen vier Wänden und machten es sich zu Hause schön. Dieser Sondereffekt führte zu einer Umsatzsteigerung von 15 %. Das EBIT stieg gar um 46 % an.

Hornbach steigert die Anzahl seiner Baumärkte langsam und gewann im letzten und in diesem Jahr Marktanteile gegenüber der Konkurrenz. In den letzten sechs Monaten machte das Unternehmen aus Neustadt an der Weinstraße noch etwas mehr als die Hälfte der Umsätze in Deutschland. Ich gehe davon aus, dass besonders außerhalb Deutschlands weiter expandiert wird und dieser Umsatzanteil weiterhin steigen wird.

Als zweiten Wachstumstreiber sehe ich den Onlinebereich. Hornbach erzielte im ersten Halbjahr 21/22 einen Onlineumsatz von 593 Mio. Euro (+43 %). Damit zählt der Onlineshop gemessen am Umsatz zu den größten in Deutschland. Besonders die Verzahnung zwischen „online etwas finden und bestellen“ und „kurze Zeit später im Baumarkt abholen“ funktioniert meiner Erfahrung nach wirklich gut. Aufgrund der oft großen und teils beratungsintensiven Produkte sehe ich das Unternehmen gut gegenüber klassischen Onlinehändlern wie Amazon aufgestellt.

Bewertung und mein Fazit

Nach den starken Halbjahreszahlen ist die Hornbach-Aktie auf ein neues Allzeithoch gestiegen. Dennoch ist die Bewertung mit einem KGV von 9 (bezogen auf das Geschäftsjahr 20/21) eher günstig. Auch für Dividendeninvestoren könnte die Aktie interessant sein. Die aktuelle Dividendenrendite beträgt 1,7 %, die Dividende wurde in den letzten Jahren nie gesenkt.

Für mich ist Hornbach eine gute Wahl, um auf eine Fortsetzung des „Heimwerker-Trends“ zu setzen. Trotz starken Wettbewerbs wächst die Baumarktkette kontinuierlich und hat insbesondere online und im Rest Europas noch viel Potenzial. Ich erwarte keine schnelle Verdopplung, kann mir aber gut vorstellen, dass die Hornbach-Aktie aufgrund des schönen Unternehmenswachstums und der günstigen Bewertung langfristig besser als der Gesamtmarkt abschneiden wird.

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Hendrik Vanheiden besitzt Aktien von Amazon. John Mackey, CEO von Amazon-Tochter Whole Foods Market, sitzt im Board of Directors von The Motley Fool. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Amazon und empfiehlt die folgenden Optionen: Long January 2022 $1920 Call auf Amazon und Short January 2022 $1940 Call auf Amazon.

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Autor: Hendrik Vanheiden, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

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