Mit dem Monat September steht ein Termin an den heimischen Börsen wieder auf dem Programm: die Überprüfung der Indizes und ihrer Zusammensetzung. Bereits seit einiger Zeit wissen wir, dass DAX-Zahlungsdienstleister Wirecard schon frühzeitig herausgeworfen worden ist. Die Insolvenz und das in sich zusammenbrechende Kartenhaus ist für den Indexbetreiber Grund genug gewesen.

Allerdings stehen auch weitere Bewegungen an. Insbesondere in der zweiten Reihe, dem MDAX, machen jetzt die Aktien von Rocket Internet (WKN: A12UKK) und der Aareal Bank (WKN: 540811) mit einem Ringen um die MDAX-Listung auf sich aufmerksam. Wobei: Eigentlich nicht. Denn per Samstagabend ist eine überraschende Entscheidung gefallen, die die jüngsten Ereignisse möglicherweise würdigt.

Aareal Bank bleibt im MDAX

Wie die Deutsche Börse am Samstagabend bekannt gegeben hat, wird im kommenden Indexkarussell nun doch nicht die letzte Stunde für die Aareal Bank geschlagen sein. Der Immobilienfinanzierer und Dienstleister rund um Immobilien dürfe demnach den Platz behalten und die Aktie bleibt im MDAX, so sinngemäß der Wortlaut der Meldung.

Dafür treffe es allerdings einen anderen Namen, der nun seinen Platz in der zweiten Börsenliga räumen muss: Rocket Internet. Weitere Details für oder gegen den einen oder anderen Namen sind nicht bekannt gegeben worden. Die Beteiligungsgesellschaft werde demnach allerdings in den SDAX zurückgestuft. Womöglich aufgrund der neu bekanntgegebenen Details.

Rocket Internet wird sich voraussichtlich von der Börse zurückziehen. Wie das Management der Internet-Beteiligungsgesellschaft bekanntgegeben hat, plane man den Rückzug von der Börse. Den derzeitigen Aktionären ist bereits ein „faires“ Angebot zum Rückkauf unterbreitet worden, das sich an den durchschnittlichen Bewertungen der letzten sechs Monate orientiert. Im Vergleich zum Börsengang endet damit eine wenig erfolgreiche Börsengeschichte. Wobei der Beschluss lediglich noch Formsache zu sein scheint, die Samwer-Brüder besitzen aus dem Stegreif die Stimmrechte, um ein Delisting auf der außerordentlichen Hauptversammlung im September zu beschließen.

Indexanpassung? Konzentriere dich aufs Wesentliche!

Bleibt zum Abschluss die Frage: Warum ist das wichtig? Für die Aareal Bank ändert sich zum jetzigen Zeitpunkt jedenfalls reichlich wenig. Die MDAX-Aktie ist vorher ein Mitglied in der zweiten Börsenliga gewesen und wird es voraussichtlich auch bleiben. Wer an die Aktie, die Aussichten und das Geschäftsmodell glaubt, der kann dem Immobilienunternehmen die Treue halten.

Anders ist die Ausgangslage jedoch bei Rocket Internet: Es scheint, als habe der Indexbetreiber eingesehen, dass die Anteilsscheine kurzfristig von der Bildfläche verschwinden werden. Das wiederum wird jetzt damit gewürdigt, dass bereits im Vorfeld die Indexanpassung andersartig gestaltet wird.

Das kann auch für Foolishe Investoren relevant sein. Es deutet sich an, dass für die Aktie von Rocket Internet bloß noch wenige Aussichten bestehen. Das Angebot zum Rückerwerb der Aktien ist bereits veröffentlicht. Der Beschluss des Delistings scheint nur noch eine Formsache zu sein. Darauf zu spekulieren, dass sich an den Konditionen etwas ändert, könnte wenig erfolgsversprechend sein. Das sollten Foolishe Investoren jetzt bedenken.

Business as usual

Ansonsten gilt es, wie üblich: Bleib Foolish und konzentriere dich auf das Wesentliche. Indexanpassungen mögen kurzfristig einen Einfluss auf Aktien haben. Dadurch, dass Indexfonds die Veränderungen tracken müssen, können sich höhere Handelsvolumina ergeben. Doch wie Warren Buffett einst sinngemäß sagte: Langfristig werden die Aktienkurse den operativen Erfolgen folgen. Das ist der Fokus, den es für langfristig orientierte Investoren zu wahren gilt.

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Autor: Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

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