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ROUNDUP 2: Scout24 kauft Finanzcheck.de und hofft auf Synergien

13:18 Uhr 18.07.2018

(neu: Details und Prognosen)

BERLIN/MÜNCHEN (dpa-AFX) - Der Online-Portalbetreiber Scout24 steigt in das Geschäft mit Verbraucherkrediten ein. Für 285 Millionen Euro in bar kauft der Betreiber von ImmobilienScout24 und AutoScout24 das Portal Finanzcheck.de. Die kartellrechtliche Genehmigung steht noch aus, wird aber in vier bis sechs Wochen erwartet, wie der MDax -Neuling am Dienstagabend mitteilte. Finanziert wird die Übernahme über einen Kredit.

Die Anteilsscheine von Scout24 legten am Mittwoch im frühen Handel zunächst zu und erreichten ein neues Rekordhoch bei 48,62 Euro. Im weiteren Verlauf tauchten sie dann ins Minus ab, was Händler mit Gewinnmitnahmen erklärten. Scout24 war im Oktober 2015 an die Börse gegangen. Seitdem hat sich die Aktie um rund 60 Prozent verteuert. Ein Händler lobte die Kundenentwicklung und die starke Umsatzkraft des übernommenen Portals, das in den vergangenen Jahren kumuliert um 35 Prozent gewachsen sei.

Scout24-Chef Gregory Ellis verspricht sich von dem Zukauf vor allem Synergien für sein Auto- und Immobiliengeschäft. Über 40 Prozent aller Gebrauchtwagenkäufe würden heutzutage über Kredite oder Leasingverträge abgewickelt, sagte er. Auch Immobilienkäufe würden häufig per Kredit finanziert. Hier kommt Finanzcheck.de ins Spiel: Die Firma betreibt eine Online-Plattform für Verbraucherfinanzierungen und bietet Nutzern einen Vergleich von Konsumentenkrediten an. Dieser Markt dürfte dem Unternehmen zufolge wachsen. Zwischen 2015 und 2022 soll sich der Marktanteil der durch Online-Vergleiche generierten Kredite verdoppeln.

"Neben operativen Synergien und Umsatzbeitrag, gewinnen wir auch ein noch tieferes Verständnis für die Bedürfnisse der Nutzer bis hin zu dem Punkt der Transaktion", hob Ellis weitere Vorteile hervor. Mit dem Verständnis dafür, wann ein Kunde seine nächste Suche nach einem neuen Auto oder einem neuen Zuhause starten wird, "können wir sehr wertvolle Erkenntnisse für unser Unternehmen gewinnen." Mittelfristig dürfte der Umsatz mit Dienstleistungen so auf 250 Millionen Euro steigen.

Da Finanzcheck.de bislang noch Verluste macht, dürfte der Zukauf die Marge von Scout24 verwässern. Das Unternehmen rechnet nun für 2018 nur noch mit einer operativen Marge (Ebitda) von 54,5 bis 56 Prozent. Zuvor war Scout24 von 56 bis 57,5 Prozent ausgegangen. Dafür dürfte der Umsatz in diesem Jahr um 10 bis 12 Prozent zulegen und damit stärker als gedacht. Die alte Prognose war von 9 bis 11 Prozent Wachstum ausgegangen. An der Dividendenpolitik wird sich nichts ändern. Weiterhin will Scout24 rund 30 bis 50 Prozent seines bereinigten Nettogewinns an die Aktionäre ausschütten./she/nas/fba

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