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DÜSSELDORF (dpa-AFX) - An den Flughäfen in Düsseldorf, Köln/Bonn und Dortmund hat sich das Kabinenpersonal der Fluggesellschaft Eurowings am Freitag an Warnstreiks beteiligt. Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi waren die Beschäftigen von 4.30 bis 10.00 Uhr aufgerufen, die Arbeit niederzulegen. Die Folge waren Flugausfälle und Verspätungen. Die Gewerkschaft wirft dem Unternehmen eine Verweigerungshaltung bei den Tarifverhandlungen vor. Eine angebotene Einmalzahlung im Jahr 2023 lehnt Verdi als unzureichend ab.

Am Morgen bildeten sich am Flughafen Düsseldorf lange Schlangen vor dem Eurowings-Schalter. An der Abflugtafel wurden zahlreiche Flüge als gestrichen angezeigt.

Die Lufthansa -Tochter Eurowings bestätige Beeinträchtigungen des Flugbetriebs und vereinzelte Flugausfälle. "Der Streik ist lokal auf NRW begrenzt. Alle anderen Stationen, wie Hamburg, Stuttgart oder Berlin, sind hiervon nicht betroffen", hieß es in einer Mitteilung.

Nach Angaben der Gewerkschaft beteiligten sich in Düsseldorf 80 Mitarbeiter an der Aktion. In Köln seien es 25 bis 30 gewesen. In Dortmund habe sich eine Crew mit vier Mitarbeitern beteiligt.

Allein am Düsseldorfer Flughafen wurden 20 Flüge abgesagt, darunter nach Venedig, Nizza, Krakau oder München. Andere Flüge wie nach Málaga sollen am Nachmittag starten. In Köln/Bonn und Dortmund hoben nach Gewerkschaftsangaben keine der geplanten Flüge ab.

Laut Eurowings sollten Ersatzflüge über die gesamte Lufthansa-Gruppe organisiert werden. Bereits ab Mittag sollte das Flugprogramm nach Angaben einer Sprecherin wieder stabil laufen./lic/DP/jha