(Neu: Öffentliche Förderung von Batterieentwicklungen)

ELLWANGEN (dpa-AFX) - Der Batteriehersteller Varta gibt sich mitten in der Coronavirus-Krise optimistisch für seine Geschäftsentwicklung im laufenden Jahr. Wegen des sich weltweit ausbreitenden Coronavirus seien zwar negative Einflüsse nicht auszuschließen, doch aktuell gebe es dafür keine Hinweise, teilte das Unternehmen am Dienstag in Ellwangen mit. Daher gehe man beim Ausblick für 2020 von keinen Beeinträchtigungen aus.

Konkret rechnet Varta mit einem Konzernumsatz zwischen 780 und 800 Millionen Euro im laufenden Geschäftsjahr. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) wird zwischen 175 und 185 Millionen Euro erwartet. Wie bereits bekannt kletterte der Umsatz im vergangenen Jahr um rund ein Drittel auf 362,7 Millionen Euro. Das bereinigte Ebitda stieg um 94 Prozent auf 97,5 Millionen Euro.

Varta ist derzeit Marktführer für Akkus in kabellosen Kopfhörern, die momentan einen Boom erleben. Bereits am vergangenen Freitag hatte das Unternehmen mitgeteilt, seinen Gewinn aus dem Jahr 2019 für weitere Investitionen einzubehalten. An der Börse kam die 2020er-Prognose zunächst sehr gut an, auch wenn die Umsatzprognose etwas unter der bisher von Bloomberg erfassten durchschnittlichen Analystenschätzung liegt. Zum Handelsschluss waren sie mit einem Abschlag von fast sechs Prozent allerdings schwächster Dax-Wert. Börsianer bemängelte. dass die Ziele von Varta noch keine Belastungen aus der Corona-Krise berücksichtigten.

Leicht gebessert wurde die Stimmung am frühen Abend durch eine weitere Mitteilung des Unternehmens. Demnach geht Varta über die gesamte Laufzeit eines Teilprojekts zur Batterieentwicklung von einer Förderung durch das Land Baden-Württemberg und des Bundeswirtschaftsministeriums von bis zu 198 Millionen Euro aus./he