DÜSSELDORF (dpa-AFX) - Abschreibungen auf die kurz vor dem Verkauf stehende Supermarktkette Real haben den Handelskonzern Metro <DE000BFB0019> im ersten Quartal ins Minus gedrückt. Unter dem Strich stand ein Verlust von 34 Millionen Euro, wie der MDax <DE0008467416>-Konzern am Donnerstag in Düsseldorf mitteilte. Die Wertberichtigungen auf Real bezifferte Metro auf 237 Millionen Euro.

Metro hatte sich vor wenigen Tagen grundsätzlich mit einem Konsortium um den Immobilieninvestor X-Bricks über den Verkauf seiner angeschlagenen Supermarktkette geeinigt. Die Vereinbarung sieht eine Veräußerung von Real als Ganzes zu einem Unternehmenswert von etwa einer Milliarde Euro vor. Metro erwarte einen Nettomittelzufluss von etwa 300 Millionen Euro. Die Unterzeichnung des Vertrages steht jedoch noch aus.

Auch ohne die Abschreibung musste Metro im wichtigen Weihnachtsquartal einen Ergebnisrückgang hinnehmen. Im fortgeführten Geschäft - also ohne Real und das ebenfalls vor einem Verkauf stehende chinesische Geschäft sank der Gewinn in den drei Monaten per Ende Dezember um knapp 30 Prozent auf 121 Millionen Euro. Das operative Ergebnis (Ebitda) ohne Immobilienverkäufe nahm dagegen nur leicht um 0,6 Prozent auf 526 Millionen Euro ab.

Wie bereits bekannt stieg der Umsatz unterstützt von positiven Wechselkurseffekten um 2,2 Prozent auf knapp 7,6 Milliarden Euro. Auf vergleichbarer Fläche lag das Plus bei 1 Prozent. Dabei blieben Osteuropa und Asien die Wachstumstreiber, während in Deutschland der Umsatz flächenbereinigt leicht zurückging.

Die flächenbereinigte Umsatzentwicklung seit Jahresbeginn liege "solide innerhalb der Prognose", kommentierte Vorstandschef Olaf Koch. Die Jahresprognose wurde daher bestätigt. Das um Restrukturierungskosten und Währungseffekte bereinigte Ebitda des fortgeführten Geschäfts erwartet Metro auf dem Vorjahresniveau von gut einer Milliarde Euro. Der Umsatz soll organisch um 1,5 Prozent bis 3 Prozent wachsen. Ausgeklammert sind dabei Währungsschwankungen sowie Zu- und Verkäufe./nas/jha/stk