PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Die Anleger haben am Mittwoch an Europas Börsen zugegriffen. Zum Auftakt tat sich der EuroStoxx 50 noch schwer, er etablierte sich aber schnell in der Gewinnzone und schaffte es im Schlussakkord auf ein Tageshoch. Der Leitindex der Eurozone ging 0,41 Prozent höher bei 4088,50 Punkten aus dem Handel. Er liebäugelt so erneut mit der 4100er-Marke, die er am Vortag nach 13 Jahren wieder kurz übersprungen hatte.

Auch an den großen Länderbörsen standen letztlich Gewinne auf der Kurstafel. Der französische Cac 40 gewann ein knappes halbes Prozent auf 6521,52 Zähler, kurz vor Schluss hatte er seine bisheriges Hoch seit dem Jahr 2000 nochmals knapp überboten. Der britische FTSE 100 zog um 0,39 Prozent auf 7108,00 Punkte an.

Laut Analyst Edward Moya vom Broker Oanda bleiben die Anleger optimistisch, dass eine dezentere Erholung am US-Jobmarkt und eine nur vorübergehend hohe US-Inflation der US-Notenbank Fed weiter Spielraum geben werden, um viel Geld in die Wirtschaft zu pumpen. Förderlich war vor diesem Hintergrund auch der New Yorker Handel mit moderaten Kursgewinnen sowohl beim Dow Jones Industrial als auch an der technologielastigen Nasdaq-Börse.

Vor allem die festen Auto- und Ölwerte wurden wie schon am Vortag zu einer Stütze für die Europa-Börsen, allen voran galt dies im EuroStoxx für Volkswagen und Total mit Kursgewinnen von mehr als zwei Prozent. Autobauer gelten in einer Konjunkturerholung als zyklische Profiteure, Ölaktien dagegen profitierten vom weiter anziehenden Ölpreis.

Die am Vortag auch schon starken Rohstoffwerte hielten da nicht ganz mit, ihr Teilindex zeigte sich aber mit einem Anstieg um 0,7 Prozent auch überdurchschnittlich robust. Auf der Verliererseite standen vor allem die Energieversorger mit einem Abschlag von 0,8 Prozent bei ihrem Branchenindex.

Weniger gut sah es auch unter den Medienwerten aus, deren Subindex der zweitgrößte Verlierer in der Branchentabelle war. Hier fielen die Aktien von Vivendi mit einem Abschlag von 1,4 Prozent negativ auf. Die Investmentbank Bernstein stufte die Aktie des französischen Medienkonzerns mit "Market Perform" auf ein neutrales Votum ab./tih/fba