PARIS/LONDON (dpa-AFX) - Europas wichtigste Aktienmärkte haben zum Start der neuen Woche eine freundliche Tendenz verzeichnet. Leicht positive Impulse kamen am Montag von gut aufgenommenen Konjunkturdaten aus China. So fielen die Daten zur Industrieproduktion und zum Einzelhandel im Juni besser als erwartet aus. Allerdings hatte sich das Wachstum in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt wie erwartet im zweiten Quartal auf 6,2 Prozent verringert.

Der europäische Leitindex EuroStoxx 50 <EU0009658145> schloss mit einem Plus von 0,13 Prozent bei 3502,22 Punkten, nachdem er in der Vorwoche knapp ein Prozent eingebüßt hatte. In Paris stieg der französische Cac 40 <FR0003500008> am Montag um 0,10 Prozent auf 5578,21 Punkte. Der britische Leitindex FTSE 100 <GB0001383545> gewann 0,34 Prozent auf 7531,72 Punkte.

Unter den Einzelwerten standen die Aktien von AB Inbev <BE0003793107> nach dem vom Brauereikonzern abgesagten Börsengang seines Asien-Geschäfts im Anlegerfokus. Sie endeten 0,6 Prozent niedriger, hatten im früheren Handelsverlauf aber zeitweise mehr als 2 Prozent eingebüßt. Der weltgrößte Bierbrauer hatte die Absage am Freitagabend mit mehreren Faktoren begründet, unter anderem mit den herrschenden Marktbedingungen.

Die Aktien von Thomas Cook <GB00B1VYCH82> setzten ihre zuletzt steile Talfahrt am Montag gebremst fort. Sie verloren 3,7 Prozent, nachdem sie am Freitag um fast 60 Prozent eingebrochen waren. Der Reiseveranstalter befindet sich derzeit in fortgeschrittenen Gesprächen mit seinem größten Anteilseigner, der chinesischen Fosun-Gruppe, über eine Kapitalspritze in Höhe von 750 Millionen britischen Pfund. Im Rahmen der Sanierung soll ein Teil der Schulden den Plänen zufolge auch in Eigenkapital gewandelt werden, was die Anteile der Aktionäre deutlich verwässern würde.

Die Aktien von Galapagos <BE0003818359> erklommen im Verlauf ein Rekordhoch und schlossen mit einem Gewinn von fast 19 Prozent. Das US-Biotech-Unternehmen Gilead Sciences <US3755581036> erhöhte seine Beteiligung an Galapagos. Zudem vereinbarten beide Seiten eine 10-jährige Forschungs- und Entwicklungskooperation./edh/he