FRANKFURT (dpa-AFX) - Starke Vorgaben von der Wall Street sowie gute Stimmungsdaten aus der französischen und deutschen Wirtschaft haben den Dax zur Wochenmitte auf ein Hoch seit Februar getrieben. Mit über 13 500 Punkten holte der deutsche Leitindex seine Verluste seit Beginn des Börsencrashs am 24. Februar endgültig auf. Zuletzt gewann er 1,37 Prozent auf 13 545,60 Punkte. Damit rückt der Rekord bei 13 795 Punkten von Mitte Februar näher.

Der MDax der 60 mittelgroßen Werte kletterte am Mittwoch erstmals in seiner Geschichte über die runde Marke von 30 000 Zählern und notierte zuletzt mit plus 0,80 Prozent etwas darunter auf 29 983,06 Punkten. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gewann knapp ein Prozent.

Der Startschuss für die Jahresendrally sei gefallen, kommentierte Jochen Stanzl, Analyst bei CMC Markets. Die Gespräche um das Konjunkturpaket in den USA kämen ins Rollen. Und die US-Notenbank Fed könnte an diesem Mittwoch ihre Geldpolitik noch weiter lockern - zur Freude der Aktienmärkte.

Nach neuen mittelfristigen Zielen von Continental für das Wachstum und die Profitabilität eroberten die Aktien des Autozulieferers die Dax-Spitze mit plus 3,5 Prozent. Ein Händler sprach generell von einer fortgesetzt guten Stimmung für die Automobilbranche. In diese Umfeld passten die Nachrichten von Continental. Die Erwartung einer dynamischen Erholung der Konjunktur 2021 nach der Corona-Krise treibe die Papiere der Branche hoch.

Am Dax-Ende verloren die Titel der Deutschen Börse 0,3 Prozent. Händler verwiesen auf die Möglichkeit einer milliardenschweren Übernahme, die den Kurs etwas hemme. Der Börsenbetreiber zähle zu den möglichen Kaufinteressenten für die Investment-Plattform Allfunds, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen.

ProSiebenSat.1 rechnet angesichts einer Belebung des Werbegeschäfts mit einer fortgesetzten Erholung von der Corona-Krise. Der November sei bei den Werbeerlösen "sehr gut" gelaufen, deutlich besser als im Vorjahr, sagte Konzernchef Rainer Beaujean der "Süddeutschen Zeitung". Die Papiere gewannen unter den MDax-Favoriten 2,3 Prozent./ajx/jha/