FRANKFURT (dpa-AFX) - Der deutsche Aktienmarkt hat am letzten Handelstag der Woche keine klare Richtung gefunden. Der Dax lag am Freitag im frühen Handel mit 0,25 Prozent auf 12 575 Punkte leicht im Minus. Für den Leitindex dürfte es eine verlustreiche Woche werden. Die Zahlen der Infektionen mit dem Coronavirus sind zuletzt europaweit stark gestiegen und haben ihren Tribut gefordert: Auf Wochensicht zeichnet sich für den Dax ein Minus von gut vier Prozent ab.

Der MDax der 60 mittelgroßen Börsentitel lag mit 0,25 Prozent auf 26 363 Zähler ebenfalls leicht im Minus. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 gab ebenfalls moderat nach.

Die Pandemie dürfte die Perspektiven für die Wirtschaft eintrüben. "Über alle Branchen hinweg werden weitere Stellenstreichungen in Aussicht gestellt", merkte Analyst Christian Schmidt von der Landesbank Helaba an. Auch das Thema Insolvenzen solle man nicht aus den Augen verlieren. An der Börse überwögen gegenwärtig wieder die Risiken.

In dieses Bild passte, dass die Kurse der unmittelbar von der Pandemie betroffenen Unternehmen überdurchschnittlich stark fielen. So zählten die Papiere des Triebwerkherstellers MTU mit 1,1 Prozent zu den größten Verlierern im Dax. Im Mdax waren Lufthansa mit minus 2,6 Prozent das Schlusslicht, gefolgt von den Aktien des Flughafenbetreibers Fraport mit minus 2,3 Prozent.

Bayer kommt bei der Bewältigung der Glyphosat-Rechtskonflikte in den USA nach eigenen Angaben voran. Die Leverkusener berichteten einem für Zehntausende Klagen zuständigen Bundesgericht bei einer Anhörung von deutlichen Fortschritten bei den Verhandlungen um einen Vergleich. Der Kurs legte um 0,3 Prozent zu.

Unter den kleineren Titeln verteuerten sich SAF-Holland um 2,3 Prozent, angetrieben von einer Kaufempfehlung der Bank Hauck & Aufhäuser. Eine höhere Gewinnprognose des Duisburger Stahlhändlers Klöckner & Co vom Vortag ließ den Kurs um mehr als neun Prozent steigen./bek/stk