FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach dem Rücksetzer vom Vortag hat sich der Dax <DE0008469008> am Mittwoch wieder von seiner freundlichen Seite gezeigt. Der Leitindex <DE0008469008> rückte im frühen Handel um 0,52 Prozent auf 11 711,76 Punkte vor. Börsianer räumen den Kursen kurz vor der Veröffentlichung des Protokolls der jüngsten Sitzung der US-Notenbank am Abend indes nicht allzu viel Aufwärtspotenzial ein.

Angesichts der Bedeutung der geldpolitischen Lockerungen der US-Notenbank für die Finanzmärkte dürften die Aussagen der Fed starke Beachtung finden. Möglicherweise fänden sich hier neue Hinweise auf das Ausmaß der Maßnahmen, heißt es in einem Marktkommentar der Helaba. Dass die bereits ambitionierten Markterwartungen an Zinssenkungen noch verstärkt würden, sei aber eher unwahrscheinlich.

Der MDax <DE0008467416>, der die Aktien mittelgroßer deutscher Unternehmen umfasst, legte um 0,58 Prozent auf 25 129,85 Punkte zu. Der EuroStoxx 50 <EU0009658145> als Leitindex der Eurozone stieg um 0,67 Prozent.

Bei den Einzelwerten machen Analystenkommentare die Musik. Im Dax setzten sich die Aktien von RWE <DE0007037129> an die Spitze mit einem Plus von 1,6 Prozent auf 25,66 Euro. Die Aussichten des Energiekonzerns seien unverändert attraktiv, sagte Analyst Sam Arie von der Großbank UBS. Er erhöhte das Kursziel auf 27,50 Euro und riet weiter zum Kauf der Papiere.

Im MDax avancierten die Papiere von Gea zum größten Gewinner. Nach sieben Gewinnwarnungen des Anlagenherstellers in drei Jahren sieht Goldman Sachs nun Licht am Ende des Tunnels und stufte die Papiere auf "Kaufen" hoch. Gea stiegen um 4,6 Prozent.

Im SDax <DE0009653386> lagen Leoni-Aktien <DE0005408884> mit einem Aufschlag von 3,9 Prozent mit vorn. Die Bank HSBC änderte die Empfehlung von "Halten" auf "Kaufen". Nach den Halbjahreszahlen sei für den Autozulieferer das Schlimmste wohl vorbei, lautete die Begründung.

Verkauft wurden dagegen wie schon am Vortag die Aktien der Immobilienbranche. Die Papiere von Vonovia <DE000A1ML7J1>, Deutsche Wohnen <DE000A0HN5C6>, Grand City Properties <LU0775917882>, LEG <DE000LEG1110> Immobilien und TAG Immobilien <DE0008303504> büßten jeweils gut ein Prozent ein. Hier wirkte die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom Vortag nach, das die Mietpreisbremse für verfassungsgemäß erklärt hatte./bek/jha/