FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach den kräftigen Verlusten zum Wochenauftakt und dem anschließenden Erholungsversuch hat der Dax <DE0008469008> am Donnerstag wieder nachgeben. Die ersten Stimmungsindikatoren dieses Tages enttäuschten. Doch weiterhin ist der Handelskonflikt zwischen den USA und China der Hauptgrund, wenn es um die Sorgen und Hoffnungen der Anleger geht. Dieser sich wieder hochschaukelnde Streit "mit all den Äußerungen und Drohungen von beiden Seiten schafft zum Ende der Berichtssaison kein gutes Investmentklima in Europa, den USA oder auch in China", sagte Marktbeobachter Andreas Lipkow von der Comdirect Bank <DE0005428007>.

Der Dax <DE0008469008> büßte im frühen Handel 1,27 Prozent auf 12 012,66 Punkte ein. Der MDax <DE0008467416> verlor 1,17 Prozent auf 25 283,39 Zähler, während der EuroStoxx 50 <EU0009658145>, der Leitindex der Eurozone, um 1,12 Prozent 3348,72 Punkte sank.

Die wirtschaftlichen Stimmungsindikatoren - die Einkaufsmanagerindizes für das Verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor - fielen etwas schwächer als prognostiziert aus. Nicht positiv gestimmt sind Analysten auch für das Ifo-Geschäftsklima, das in Kürze bekannt gegeben wird, hier wird mit einem leichten Rückgang im Monatsvergleich gerechnet.

Im Dax richten sich die Blicke auf die Deutsche Bank <DE0005140008>, deren Aktie am Tag der Hauptversammlung bei 6,35 Euro ein neues Rekordtief markierte und mit minus 3 Prozent zu den schwächsten Werten im Leitindex zählte. Der Autobauer Daimler <DE0007100000> indes schüttete seine Dividende aus, weshalb das Papier nur optisch einen schwachen Eindruck machte. Auch für die Anleger der Aareal Bank <DE0005408116>, Uniper <DE000UNSE018> oder der Commerzbank <DE000CBK1001> ist Dividendentag.

Im SDax <DE0009653386> ging es für die Anteile des Vakuumpumpenherstellers Pfeiffer <DE0006916604> um 2,4 Prozent abwärts. Der Konzern schließt inzwischen nicht mehr aus, 2019 schlechter als im Vorjahr abzuschneiden. "Die präzisierten Jahresziele enttäuschen vor allem ergebnisseitig", sagte ein Händler. Es sollte aber auch nicht vergessen werden, dass Großaktionär Busch Kursrückschläge durchaus für weitere Aktienkäufe nutzen könnte.

Um marktkonforme 0,6 Prozent gaben die Aktien von Gea zudem im MDax nach. Fonterra, der weltgrößte Exporteur von Milcherzeugnissen aus Neuseeland, hatte einen schwächeren Gewinnausblick gegeben und diesen mit einer schleppender als erwarteten Markterholung begründet. Die Milchindustrie zählt zur wichtigsten Kundengruppe der schwächelnden und mitten im Umbau steckenden Gea Group <DE0006602006>./ck/fba