FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach zwei schwachen Wochen mit kräftigen Kursschwankungen haben neue Nachrichten zur Corona-Variante Omikron am Montag nun wieder für etwas mehr Zuversicht am deutschen Aktienmarkt gesorgt. Der Dax stand im frühen Handel 0,85 Prozent höher auf 15 298,26 Punkten. Seit dem Auftauchen von Omikron bewegt er sich in einer Spanne zwischen rund 15 000 und 15 500 Punkten.

Der MDax der mittelgroßen Unternehmen gewann bislang 0,86 Prozent auf 34 001,68 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verbuchte einen Zuwachs von 0,6 Prozent.

Zu Wochenbeginn lasse ein Bericht aus Südafrika über wohl vergleichsweise milde Symptome der Omikron-Variante die Anleger zunächst aufatmen, schrieb Marktanalyst Jeffrey Halley vom Broker Oanda in seinem Morgenkommentar. Die Datenbasis sei aber gering, so Halley weiter. Belastungsfaktoren für die Börse sind hingegen der chinesische Immobilienkonzern Evergrande, der kurz vor dem Wochenende vor möglichen Zahlungsschwierigkeiten gewarnt hatte, sowie das womöglich bald auslaufende Anleihekaufprogramm der US-Notenbank.

JPMorgan stufte die Anteile der Deutschen Bank von "Neutral" auf "Overweight" hoch. Der Konzern habe die 2019 vorgestellte Umbaustrategie unter dem aktuellen Management konsequent umgesetzt, schrieb Analyst Kian Abouhossein. Die Erträge stabilisierten sich und - noch wichtiger - der Kostenplan trage Früchte. Deutsche Bank gewannen an der Dax-Spitze 3,3 Prozent.

Die Papiere des Pharma- und Spezialchemiekonzerns Merck KGaA profitierten mit plus 1,1 Prozent von einer positiven Analysteneinschätzung. "Stay at Home"-Aktien wie jene der Essenslieferdienste Delivery Hero und Hellofresh gaben indes jeweils um die ein Prozent nach. Bei den Anteilen des Laborzulieferers Sartorius nahmen die Anleger weitere Gewinne mit, am Dax-Ende verloren die Titel 1,3 Prozent./ajx/eas