NEW YORK (dpa-AFX) - Nach den jüngsten Rekordhochs haben die Anleger an den US-Aktienmärkten am Freitag etwas Druck aus dem Kessel genommen. Negative Impulse gaben Verluste einiger schwergewichteter Technologiewerte sowie neue US-Konjunkturdaten, die einen möglichen Inflationsdruck signalisierten.

Der Dow Jones Industrial verlor zuletzt 0,55 Prozent auf 33 871,80 Punkte. Auf Wochensicht zeichnet sich für den US-Leitindex damit ein Minus von rund 0,5 Prozent ab. Für den Monat April steht hingegen ein Plus von rund 2,7 Prozent zu Buche.

Der marktbreite S&P 500 fiel am Freitag um 0,68 Prozent auf 4182,93 Zähler. Der technologielastige Nasdaq 100 sank um 0,71 Prozent auf 13 870,77 Punkte.

Das Geschäftsklima in der Region Chicago hellte sich im April überraschend auf. Das Konsumklima in den USA stieg auf den höchsten Stand seit gut einem Jahr. Die von der Universität Michigan erhobene Verbraucherstimmung kletterte zum Vormonat auf den höchsten Wert seit März 2020. Neue Konjunkturhilfen der US-Regierung ließen die Einkommen der privaten Haushalte im März um unerwartet deutliche 21 Prozent steigen. Die Arbeitskosten stiegen im Winter stärker als erwartet.

Unter den Einzelwerten fielen Aktien von Twitter mit minus 13,8 Prozent besonders negativ auf. Der Kurznachrichtendienst konnte zum Jahresbeginn im Anzeigengeschäft mit Branchengrößen wie Google und Facebook nicht mithalten und enttäuschte mit der Umsatzprognose für das laufende Quartal. Analysten senkten daraufhin die Kursziele für die Aktien.

Mit Chevron und Exxon Mobil gaben die Kurse zweier Schwergewichte der Ölbranche um 3,1 beziehungsweise 2,1 Prozent nach. Die Kurse waren jedoch seit Beginn des Jahres bereits weit vorgerückt. Chevron erlitt im ersten Quartal trotz höherer Rohstoffpreise einen Gewinneinbruch. Der größte US-Ölmulti ExxonMobil machte nach einer Verlustserie in der Corona-Krise zu Jahresbeginn erstmals seit Ende 2019 wieder Gewinn.

Die Papiere von Colgate-Palmolive rückten um 0,9 Prozent vor. Der für seine Zahnpasten bekannte US-Konsumgüterkonzern steigerte die Erlöse im Jahresvergleich um 6 Prozent. Preissteigerungen wirkten sich dabei positiv aus.

Die Papiere von Bristol-Myers Squibb verloren 1,0 Prozent. Die Investmentbank Morgan Stanley strich das Kaufvotum für die Aktien des Pharmaunternehmens./edh/he