NEW YORK (dpa-AFX) - Positive Signale im US-chinesischen Handelsstreit sowie steigende Ölpreise haben den US-Aktienmärkten am Freitag eine festere Eröffnung beschert. Im weiteren Handelsverlauf könnte der "Hexensabbat" für Bewegung sorgen. Beim großen Verfall an den Terminbörsen an diesem Freitag laufen Futures- und Optionskontrakte aus, was zu größeren Kursausschlägen führen kann. Frische US-Konjunkturdaten zeigten bislang nur wenig Auswirkungen auf die Kurse.

Der Dow Jones Industrial notierte 0,51 Prozent höher bei 26 214,21 Punkten. Damit deutet sich für den US-Leitindex ein Wochengewinn von rund 2,5 Prozent an. Der breiter gefasste S&P 500 stieg am Freitag um 0,62 Prozent auf 3134,61 Punkte. Der technologielastige Nasdaq 100 gewann 0,80 Prozent auf 10 092,23 Zähler.

Im Zuge des Phase-1-Handelsdeals mit den USA plant China, Käufe amerikanischer Agrarprodukte zu beschleunigen, nachdem es wegen der Corona-Pandemie zu Verzögerungen gekommen war. Das könnte dazu beitragen, dass die Zuversicht der Anleger angesichts der zuletzt deutlich angespannten Beziehungen beider Länder wieder zunehme, hieß es von Marktbeobachtern.

Das chronische Leistungsbilanzdefizit der USA hat sich im ersten Quartal trotz der um sich greifenden Corona-Pandemie kaum verändert. Wie das Handelsministerium am Freitag in Washington mitteilte, betrug das Defizit 104,2 Milliarden US-Dollar.

Die Ölpreise stiegen am Freitag wieder. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) kletterte um 1,07 Dollar auf 39,91 Dollar. Die beiden Öl-Aktien im Dow, ExxonMobil und Chevron , gewannen 1,0 beziehungsweise 1,3 Prozent. Die Titel von Occidental Petroleum schnellten als Spitzenreiter im S&P 100-Index gar um 5,0 Prozent nach oben.

Die Anteilscheine von Apple und Microsoft setzten ihren jüngsten Höhenflug mit weiteren Rekordhochs fort. Die Apple-Papiere kletterten bis auf einen Höchststand von 356,56 US-Dollar und notierten zuletzt 0,79 Prozent im Plus bei 354,52 Dollar. Die Microsoft-Titel erklommen ein Hoch von 199,29 Dollar und lagen zuletzt 1,20 Prozent höher bei 198,68 Dollar.

Die Tesla-Papiere gewannen 0,2 Prozent. Der US-Elektroautobauer will in seiner Heimat rasch ein neues Werk hochziehen. Baubeginn für die geplante Fabrik im texanischen Landkreis Travis County soll noch diesen Sommer sein. Tesla hat bislang in den USA nur eine Autofabrik. Ein weiteres Autowerk wurde in Shanghai eröffnet, eines ist in Grünheide bei Berlin geplant.

Eine Verkaufsempfehlung von Goldman Sachs für Slack Technologies beförderte die Aktien des Anbieters von Online-Bürokommunikation um 2,6 Prozent abwärts. Zwar habe Slack durch den Home-Office-Trend kurzfristig Rückenwind erhalten, durch Microsoft drohe aber erhebliche Konkurrenz, hieß es./edh/he