NEW YORK (dpa-AFX) - Weitere Entspannungssignale zur Coronavirus-Epidemie haben auch die US-Anleger am Mittwoch wieder in Kauflaune gebracht. Im frühen Handel kletterte der Dow Jones Industrial <US2605661048> erstmals in seiner Geschichte über die Marke von 29 500 Punkten bis auf 29 535 Punkte. Zuletzt gewann der US-Leitindex noch 0,66 Prozent auf 29 470,87 Punkte. Auch der marktbreite S&P 500 <US78378X1072> erreichte mit 3377 Punkten einen weiteren Höchststand.

Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping sieht in der Bekämpfung des Coronavirus Sars-CoV-2 "positive Veränderungen". Er führte diese auf gemeinsame harte Arbeit sowie die Vorbeugung und Kontrolle zurück, die "spürbare Resultate" erreicht hätten. Sowohl der Anstieg der Todesfälle als auch der neu bestätigten Infektionen fiel der Nationale Gesundheitskommission zufolge zur Wochenmitte etwas niedriger aus als am Vortag.

Der S&P 500 lag nach der ersten Dreiviertelstunde des Handels mit 0,42 Prozent im Plus bei 3371,82 Punkten. Für den technologielastigen Nasdaq 100 <US6311011026> ging es um 0,46 Prozent auf 9561,58 Punkte nach oben. Er hatte am Dienstag bei 9600 Punkten ein Rekordhoch erreicht.

Die Papiere des Bekleidungskonzerns PVH, zu dem insbesondere die Marken Calvin Klein und Tommy Hilfiger gehören, kletterten mit einem Kursplus von 6 Prozent an die S&P-Spitze. Trotz zahlreicher, im Zuge des Coronavirus geschlossener Shops in China bekräftigte der Konzern seine Gewinnschätzungen.

Dicht dahinter folgten die Papiere von Micron Technology nach einer Kaufempfehlung der Investmentbank UBS. Die Experten trauen den aktuell gut 60 Dollar kostenden Papieren des Halbleiterkonzerns einen Anstieg auf 75 Dollar zu.

Deutlich abwärts ging es derweil für die Aktien des Uber <US90353T1007>-Konkurrenten Lyft <US55087P1049> mit 9 Prozent. Der Fahrdienst-Vermittler hatte zum Jahresende starke Geschäftszuwächse verbucht, aber tiefrote Zahlen geschrieben. Das Wachstum ließ im zweiten Halbjahr 2019 bereits deutlich nach und Lyft geht davon aus, dass es im aktuellen Geschäftsjahr weiter abflaut. JPMorgan-Analyst Doug Anmuth sieht Kursrückschläge jedoch als Kaufchance./ag/he