NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Börsen haben sich am Dienstag erneut uneinheitlich gezeigt. Während die Standardwerte-Indizes Dow Jones Industrial und der marktbreite S&P 500 leicht nachgaben, legten die technologielastigen Nasdaq-Indizes leicht zu. Allgemein würden die Börsen derzeit weiterhin gestützt durch die Erholung der weltgrößten Volkswirtschaft sowie die geldpolitische Zurückhaltung der US-Notenbank, sagten Börsianer. Damit bleibe das Umfeld risikofreudig. Zugleich aber seien Inflationssorgen, hohe Bewertungen und Ungleichheiten in der weltweiten Einführung von Impfstoffen vorhandene Gefahren, die jederzeit wieder in den Vordergrund rücken könnten, hieß es warnend.

Im frühen Handel sank der bekannteste Wall-Street-Index Dow um 0,19 Prozent auf 34 564,40 Punkte, womit sein vor rund einem Monat erreichtes Rekordhoch bei knapp 35 092 Punkten nach wie vor in Reichweite bleibt. Der S&P 500 verlor 0,10 Prozent auf 4222,14 Zähler. Der technologielastige Nasdaq 100 legte indes um 0,10 Prozent auf 13 816,17 Zähler zu.

Unter den Einzelwerten gewannen im Dow die Aktien von Apple 1,1 Prozent und bildeten zusammen mit IBM , die ebenfalls um 1,1 Prozent stiegen, die Indexspitze. Der iPhone-Hersteller profitierte nach seiner Worldwide Developer Conference (WWDC) von teils positiven Analystenkommentaren.

Tesla stiegen im Nasdaq 100 um 1,4 Prozent. Der Elektroautopionier konnte im Mai in dem für ihn zuletzt problematischen chinesischen Markt wieder spürbar Boden gutmachen. Ob sich die Erholung aber verstetigen lässt, wird sich erst noch zeigen müssen. Tesla umgeht mit seinem Vertriebsmodell lokale Autohäuser vor Ort und setzt auf Online-Bestellungen von Kunden. Wegen längerer Lieferzeiten bilden die Auslieferungen daher die Nachfrage von womöglich einigen Monaten zuvor ab.

Im Fokus standen zudem erneut die Aktien von Corona-Impfstoffherstellern. Curevac büßten an der Nasdaq nach deutlichen Vortagesgewinnen nun knapp zwölf Prozent ein. Die Zulassung des Corona-Impfstoffs der Tübinger Firma dauert länger als gedacht. Nun heißt es, vor August werde es wohl kein Vakzin von Curevac geben. Zuletzt wurde mit einer Zulassung im Juni gerechnet. Auch die Papiere der Wettbewerber schwächelten. So sanken Biontech um 6,0 Prozent und Moderna gaben um 5,2 Prozent nach.

Die am Vortag stark gelaufenen Aktien von Fastly zogen aktuell um weitere 6,5 Prozent an. Der Web-Dienstleister teilte mit, er habe die Probleme beheben können, nachdem zahlreiche Websites weltweit an diesem Dienstag wegen der Störung bei Fastly zeitweise nicht erreichbar gewesen waren. Betroffen waren unter anderem die Seite der britischen Regierung sowie die Nachrichtenportale des "Guardian", der "New York Times", der "Financial Times" und der französischen Zeitung "Le Monde"./ck/he