NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Börsen haben ihren Erholungskurs vom Vortag mit Schwung fortgesetzt. Die vor dem Handelsstart am Donnerstag veröffentlichten wöchentlichen Arbeitsmarktdaten waren sehr robust ausgefallen. Zudem stützten die weiter sinkenden Öl- und Gaspreise die positive Stimmung. Außerdem sind die Anleger seit Mittwoch zuversichtlicher, was den Streit zwischen Demokraten und Republikanern über die Schuldenobergrenze angeht.

Der Dow Jones Industrial gewann im frühen Handel 1,55 Prozent auf 34 951,98 Punkte, so dass die Verluste der vergangenen eineinhalb Wochen nun wieder wettgemacht sind. Der S&P 500 stieg um 1,49 Prozent auf 4428,54 Punkte. Für den technologielastigen Nasdaq 100 ging es um 1,60 Prozent auf 15 002,50 Punkte nach oben.

Am Mittwoch war es den wichtigsten US-Indizes gelungen, ihre zunächst recht steile Talfahrt zu stoppen und die frühen Verluste schließlich in Gewinne zu verwandeln. Auslöser waren Äußerungen des russischen Präsidenten Wladimir Putin und des führenden Republikaners im US-Senat, Mitch McConnell.

Putin hatte die Gaspreisspekulationen kritisiert und will helfen, die Energiemärkte durch Gaslieferungen zu stabilisieren, was indirekt auch den Bedarf an Rohöl senken würde. McConnell schlug den Demokraten unter anderem vor, eine Notfall-Anhebung der Schuldengrenze in den USA auf einen bestimmten Betrag bis Dezember nicht zu blockieren. Dies würde die Gefahr eines Zahlungsausfalls der weltgrößten Volkswirtschaft zumindest aufschieben.

Datenseitig überzeugten die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, die überraschend deutlich fielen. An diesem Freitag wird der Arbeitsmarktbericht der Regierung für den Monat September veröffentlicht. Er gilt als wichtiger Indikator für die weitere Geldpolitik der Notenbank, von der befürchtet wird, sie könnte die Zinsen schneller als den Börsianern lieb wäre anheben.

Unternehmensseitig rückten die Papiere der Corona-Impfstoffhersteller in den Blick, die in den vergangenen rund acht Wochen deutlich Federn gelassen haben. Biontech gewannen 3,5 Prozent und Pfizer 1,8 Prozent. Die beiden Partner stellten nun einen Antrag auf eine Notfallzulassung für ihren Corona-Impfstoff für fünf- bis elfjährige Kinder. Die Papiere von Konkurrentin Moderna legten um 3,1 Prozent zu. Das Biotechnunternehmen kündigte Investitionen von einer halben Milliarde US-Dollar in den Bau einer Impfstoff-Produktionsanlage in Afrika an.

Mit plus 8,4 Prozent waren zudem die Anteile von Levi Strauss gefragt, nachdem der Jeans-Hersteller nachbörslich am Vorabend Quartalszahlen vorgelegt und den Jahresausblick angehoben hatte. Die Aktien des Ölfelddienstleisters Schlumberger profitierten mit plus 2,6 Prozent von einer Kaufempfehlung durch die Bank JPMorgan./ck/la