NEW YORK (dpa-AFX) - Kurz vor dem Wochenende hat der Aufwärtsdrang an den US-Börsen nachgelassen. Leichte Kursgewinne prägten am Freitag im frühen Handel das Bild. Der Dow Jones Industrial <US2605661048> legte um 0,12 Prozent auf 27 215,90 Zähler verhalten zu. Zuvor war der Leitindex allerdings sieben Börsentage ununterbrochen gestiegen, angetrieben vor allem von sich mehrenden Hinweisen auf eine Annäherung im Handelskrieg zwischen den USA und China. Ein neues Rekordhoch hatte der Dow am Vortag jedoch knapp verpasst.

Der marktbreite S&P 500 <US78378X1072> trat mit 3009,26 Punkten quasi auf der Stelle. Der technologielastige Nasdaq 100 <US6311011026> verbuchte ein Minus von 0,41 Prozent auf 7885,25 Zähler.

Auch solide Konjunkturdaten konnten die Kurse bislang nicht befeuern. Der US-Einzelhandel hat die Umsätze im August stärker gesteigert als Analysten erwartet hatten. Eine Umfrage zum Konsumklima im September förderte ebenfalls bessere Werte zutage als Experten im Mittel prognostiziert hatten. Die private Nachfrage ist die bei weitem wichtigste Säule der US-Wirtschaft.

Unter den Einzelwerten stehen Technologieaktien im Blick. So hatte der Chiphersteller Broadcom <US11135F1012> zwar im zweiten Quartal einen unerwartet hohen Gewinn je Aktie erwirtschaftet, allerdings einen eher verhaltenen Ausblick geliefert. Die Nachfrage habe aktuell einen Boden erreicht und es sei unklar, wann sie wieder anziehe, hieß es. Die Papiere sackten um 5 Prozent ab.

Einen Kursverlust von 1,7 Prozent mussten die Anteilsscheine von Apple <US0378331005> hinnehmen. Sie waren damit der größte Verlierer im Dow. Die Investmentbank Goldman Sachs hatte das Kursziel für die Aktien von 187 auf 165 US-Dollar gesenkt. Kein großes Investmenthaus hat derzeit ein niedrigeres Kursziel für Apple-Aktien. Die Bilanzierung der kostenlosen Testphase für den neuen Videostreaming-Dienst Apple TV+ belaste voraussichtlich den durchschnittlichen Verkaufspreis für Hardware und auch die Marge in umsatzstarken Quartalen wie dem bevorstehenden Auftaktquartal des Geschäftsjahres 2020, schrieb Goldman-Analyst Rod Hall./bek/stk