FRANKFURT/PARIS/BASEL (dpa-AFX) - Die Deutsche Bundesbank wird ein Knotenpunkt für gemeinsame digitale Finanzinnovationen der Zentralbanken aus aller Welt. Zusammen mit der französischen Notenbank baut sie ein Innovationszentrum an den Standorten Frankfurt und Paris auf, wie die Bundesbank am Dienstag mitteilte. Die beiden Notenbanken gehören damit für das Eurosystem zum globalen Netzwerk "BIZ Innovation Hub" der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ).

"Als Betreiber des Standorts Frankfurt freuen wir uns darauf, gemeinsam mit Notenbanken aus aller Welt die Digitalisierung im Finanzsystem voranzutreiben", kommentierte Bundesbankpräsident Jens Weidmann den Beschluss der BIZ. "Mit digitalen Zentralbankinnovationen können wir das Finanzsystem von morgen stabiler und leistungsfähiger machen." Die Bundesbank investiert seit einigen Jahren in Technologien wie Big Data und maschinelles Lernen.

Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) äußerte sich erfreut über die Weichenstellung: "Die Landesregierung begrüßt den Aufbau des neuen BIZ Innovation Hubs in Frankfurt, der das bereits sehr aktive Gründungs- und Innovationsumfeld in der Rhein-Main-Region weiter stärken wird."

Insgesamt wird das "BIZ Innovation Hub" aus sieben globalen Knotenpunkten bestehen. Auch mit der Bank of Canada, der Bank of England und einer Gruppe von vier nordeuropäischen Zentralbanken wird die BIZ Innovationszentren eröffnen. Bereits im vergangenen Jahr wurden die ersten drei solcher Zentren bei der Hongkong Monetary Authority, der Monetary Authority of Singapore und der Schweizerischen Nationalbank eröffnet./ben/DP/zb