BERLIN (dpa-AFX) - In Brandenburg soll ab Mittwoch ein Modellprojekt mit Corona-Impfungen in Arztpraxen starten. Zunächst werde das Vorhaben in vier Praxen in Bad Belzig, Senftenberg, Pritzwalk und Wittenberge umgesetzt, teilten das Gesundheitsministerium in Potsdam, die KV und das Deutsche Rote Kreuz Brandenburg mit. Das Angebot solle noch im März auf 50 Praxen erweitert werden. Für reguläre Impfungen in Arztpraxen müsste die Corona-Impfverordnung des Bundes geändert werden.

In Thüringen sollen Hausärzte bald ebenfalls in einem Pilotprojekt Patienten gegen das Coronavirus impfen können. "Hauptziel des Pilotprojektes ist es, dass die Hausärztinnen und Hausärzte insbesondere die Patienten impfen, die nicht mobil sind, die zu Hause sind und deshalb nicht geimpft werden können", sagte Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) der Deutschen Presse-Agentur. Man wolle damit auch eine Lücke im Impfsystem schließen. Angepeilter Start: Mitte März.

Nach Einschätzung der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Berlin kommen in der Hauptstadt rund 3000 Arztpraxen für Corona-Impfungen infrage. Die KV bereite derzeit eine Pilotphase mit rund 120 Praxen vor, teilte eine KV-Sprecherin am Montag mit. "Das Impfen in den Praxen sollte dann starten, sobald ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht", so die KV. "Aktuell wird von Ende März beziehungsweise April ausgegangen." In Mecklenburg-Vorpommern begannen bereits im Januar Testimpfungen in Hausarztpraxen./ah/DP/stw