ESSEN (dpa-AFX) - Der Energiekonzern Eon hat sich Mittelfrist-Ziele gesetzt. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) im Kerngeschäft soll bis 2026 auf 7,8 Milliarden Euro wachsen. Dies entspreche einer jährlichen durchschnittlichen Wachstumsrate von vier Prozent, teilte das Dax -Unternehmen am Montagabend überraschend mit. Damit würde das Kerngeschäft von Eon das für 2021 vom Management angestrebte operative Gesamtergebnis des Konzerns in Höhe von 7,2 bis 7,4 Milliarden Euro zwischen fünf bis acht Prozent übersteigen.

Eon zählt zum Kerngeschäft die Energienetze, Alternativen Energien sowie den sogenannten Bereich Kundenlösungen, zu dem beispielsweise der Vertrieb zählt. Zum Nicht-Kerngeschäft gehört der Betrieb und Rückbau der Kernenergie sowie das Erzeugungsgeschäft in der Türkei. Im vergangenen Geschäftsjahr machte dieser Geschäftsbereich noch 925 Millionen Euro der 6,9 Milliarden Euro des bereinigten operativen Ergebnisses aus.

Das bereinigte Ergebnis je Aktie soll laut den neuen Zielen um acht bis zehn Prozent jährlich wachsen und so bis 2026 bis auf 0,90 Euro zulegen. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet das Management um den seit April amtierenden Chef Leonhard Birnbaum ein Ergebnis von 0,65 bis 0,73 Euro je Aktie. Außerdem werde die bisherige Dividendenpolitik von bis zu fünf Prozent Wachstum pro Jahr bis 2026 verlängert, hieß es in der Mitteilung. Bislang war sie bis 2023 festgeschrieben. Im laufenden Geschäftsjahr plant Eon, eine feste Dividende von 0,49 Euro je Aktie zu zahlen.

Zudem will der Versorger vom kommenden Jahr an bis 2026 rund 27 Milliarden Euro investieren. Am Dienstag veranstaltet Eon einen Kapitalmarkttag. Analysten erwarten hier weitere Details zu den Gesamtinvestitionen und Mittelfristzielen./lew/edh/he