WASHINGTON (dpa-AFX) - Der US-Arbeitsmarkt hat sich im November zwar weiter von dem schweren Einbruch in der ersten Corona-Welle im Frühjahr erholt, allerdings mit deutlich geringerem Tempo. Der Arbeitsplatzaufbau verlangsamte sich merklich.

Wie das US-Arbeitsministerium am Freitag in Washington bekanntgab, wurden außerhalb der Landwirtschaft 245 000 neue Stellen geschaffen. Das sind wesentlich weniger neue Arbeitsplätze als in den vergangenen Monaten. Unter anderem im Gesundheitssektor kamen Stellen hinzu, im öffentlichen Bereich und im Einzelhandel wurden Stellen abgebaut. Die Erwartungen von Analysten wurden klar verfehlt, sie hatten im Schnitt 460 000 neue Jobs erwartet.

Der Stellenzuwachs in den beiden Vormonaten wurde allerdings um insgesamt 11 000 Stellen nach oben korrigiert. In der Corona-Krise war die Beschäftigung im Frühjahr mit Rekordtempo eingebrochen. Seither erholt sich der Arbeitsmarkt, wenn auch mit abnehmendem Tempo. Seit November verschärft sich die Corona-Krise in den USA wieder. Das zeigt sich auch daran, dass mehr Menschen von zu Hause aus arbeiten. Derzeit sind es nach Ministeriumsangaben knapp 22 Prozent.

Positivere Nachrichten sendete die Arbeitslosenquote, die aus einer anderen Umfrage als die Beschäftigung abgeleitet wird. Die Quote fiel zum Vormonat um 0,2 Prozentpunkte auf 6,7 Prozent. Damit ist die Quote den siebten Monat in Folge gesunken, nachdem sie im April ein Rekordhoch von 14,7 Prozent erreicht hatte. Mit 10,7 Millionen Menschen sind aber immer noch knapp fünf Millionen Menschen mehr arbeitslos als vor der ersten Corona-Welle im Frühjahr. Damals war die Arbeitslosigkeit auf den niedrigsten Stand seit Jahrzehnten gefallen.

Die Löhne und Gehälter der Arbeitnehmer legten im Vergleich zum Vormonat um 0,3 Prozent zu. Gegenüber dem Vorjahresmonat stiegen sie um 4,4 Prozent. Die Erwartungen von Analysten wurden jeweils übertroffen. Die durchschnittliche Wochenarbeitszeit betrug unverändert 34,8 Stunden./bgf/jsl/he