WASHINGTON (dpa-AFX) - In den USA sind die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe auf den niedrigsten Stand seit 1969 gefallen. Die Zahl der Hilfsanträge fiel in der vergangenen Woche um 43 000 auf 184 000, wie das Arbeitsministerium am Donnerstag mitteilte. Experten hatten im Schnitt mit 220 000 Anträgen gerechnet.

US-Präsident Joe Biden erklärte, die Daten zeigten die Stärke der wirtschaftlichen Erholung. Der vierwöchige Durchschnitt der Erstanträge liege nun nahe an jenem vor der Pandemie. Seit seinem Amtsantritt im Januar erlebten die USA die schnellste Erholung auf dem Arbeitsmarkt in der Geschichte, erklärte Biden.

Die Erstanträge gelten als Frühindikator. Die US-Notenbank Fed berücksichtigt den Arbeitsmarkt sehr stark bei ihrer Geldpolitik. Eine starke Arbeitsmarktentwicklung erhöht den Druck auf die Fed, aus ihrer lockeren Geldpolitik auszusteigen.

Der starke Rückgang der Erstanträge könnte auch dadurch erklärt werden, dass die Regierung die Rohdaten um saisonale Schwankungen bereinigt. So sind die Zahlen unbereinigt sogar gestiegen./jsl/jbz/bgf/jsl