FLENSBURG (dpa-AFX) - Für die vor der Insolvenz stehende Flensburger Schiffbau-Gesellschaft (FSG) scheint es mit verkleinerter Belegschaft weiterzugehen. Wie Investor Lars Windhorst am Freitag in Flensburg auf der Werft ankündigte, werden mehrere zur Tennor Holding gehörende Gesellschaften die Werft und 350 der 650 Mitarbeiter zum 1. September übernehmen. Der Kaufvertrag ist demnach bereits notariell beurkundet. Der Kaufpreis ist nicht bekannt. Damit ist die interessierte Pella Sietas Gruppe nicht zum Zuge gekommen.

Die rund 300 Arbeitnehmer, die die Werft verlassen müssen, sollen bereits zum 1. August für sechs Monate in eine Transfergesellschaft wechseln können, um für die Suche nach einem neuen Job fit gemacht zu werden. Zudem stellte Windhorst zwei Schiffbauaufträge in Aussicht.

Die Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das FSG-Vermögen ist für diesen Samstag geplant. Die FSG hatte im April einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht Flensburg gestellt. Die Produktion stand wegen der Corona-Pandemie monatelang still, die 650 Mitarbeiter waren in Kurzarbeit.

Die Werft war 2019 von Windhorst übernommen worden. Durch den Erwerb durch eine andere Firma von Windhorst soll der Werft ohne die bisherigen Schulden quasi ein Neustart ermöglicht werden./mho/akl/DP/mis