KASSEL (dpa-AFX) - Eine stärkere Düngernachfrage und gestiegene Verkaufsmengen von Auftausalz in Nordamerika haben K+S <DE000KSAG888> zum Jahresstart angetrieben. Bei den Jahreszielen sieht sich der MDax-Konzern auf Kurs. Für das Gesamtjahr rechnet Konzernchef Burkhard Lohr weiter mit einer deutlichen Steigerung des operativen Gewinns (Ebitda) um mindestens 15,5 Prozent auf 700 bis 850 Millionen Euro. Zudem soll erstmals seit 2013 wieder ein freier Mittelzufluss (Free Cashflow) erzielt werden, nachdem in den letzten Jahren viel Geld in das neue Werk in Kanada floss, die Dünger-Nachfrage teils träge war und hierzulande Produktionsprobleme wegen der Abwasserentsorgung immer wieder belastet hatten.

Im ersten Quartal machte die Entsorgung nun keine Probleme mehr. So war im Werk Werra die Speicherkapazität für Abwässer erhöht worden, um in Trockenzeiten mehr Puffer zu haben. Und auch im Rest des Jahres rechnet Lohr mit einer reibungslosen Produktion. Rückenwind verspricht er sich auch von einer steigenden Produktion im kanadischen Werk Bethune.

Mit Blick auf das erste Quartal zeigte sich Lohr zufrieden. "Wir sind mit viel Schwung ins neue Geschäftsjahr gestartet", sagte er laut Mitteilung vom Dienstag. "Unsere strategischen Maßnahmen greifen und auch operativ befinden wir uns auf einem sehr guten Weg."

Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 8 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro. Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) legte um etwa 14 Prozent auf 270 Millionen Euro zu. Dabei standen höheren Absatzpreisen etwa für Kalidünger sowie für Salze teils gestiegene Frachtkosten sowie Aufwendungen für den laufenden Konzernumbau gegenüber. Dennoch lagen sowohl der Umsatz als auch das Ebitda leicht über den durchschnittlichen Schätzungen von Analysten. Das bereinigte Konzernergebnis der Hessen stieg um knapp 29 Prozent auf 107,7 Millionen Euro./mis/nas/jha/