LINZ (dpa-AFX) - Der österreichische IT-Anbieter S&T will nach einem Gewinnanstieg im vergangenen Jahr an die Aktionäre wieder eine Dividende ausschütten. Für 2020 sollen die Anteilseigner 30 Cent je Aktie bekommen, nachdem die Zahlung für das Jahr davor wegen der Corona-Pandemie gestrichen worden war, wie das Unternehmen am Donnerstag in Linz bei der Vorlage endgültiger Jahreszahlen mitteilte. Analysten hatten im Durchschnitt nur mit knapp 20 Cent gerechnet. Bis zu 20 Millionen Euro sollen im laufenden Jahr zudem in Aktienrückkäufe fließen.

Wie bereits bekannt, stieg der Umsatz 2020 um knapp 12 Prozent auf 1,25 Milliarden Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) legte um 16 Prozent auf knapp 130 Millionen Euro zu. Unter dem Strich blieb für die Aktionäre ein Gewinn von 55,6 Millionen Euro hängen nach 49,1 Millionen ein Jahr zuvor.

Für das laufende Jahr stellt Konzernchef Hannes Niederhauser weiterhin einen Umsatz von mindestens 1,4 Milliarden Euro sowie ein operatives Ergebnis von mindestens 140 Millionen Euro in Aussicht. Neben dem Wachstum aus eigener Kraft liefern dabei Übernahmen Rückenwind. So hatte S&T 2020 den Anbieter von Kommunikationslösungen für Betreiber von Telekommunikations-, Bahn- und Energienetzen Iskratel sowie den deutschen IT-Serviceanbieter Citycomp gekauft.

Händler machten in den endgültigen Geschäftszahlen insgesamt nicht viel Neues aus. Die Aktien gerieten am Vormittag dennoch unter Druck und fielen um mehr als zwei Prozent auf 20,68 Euro. Damit fielen sie unter einen mittelfristigen Trendindikator (200-Tage-Linie) und ringen nun mit dem Ende Oktober gestarteten Aufwärtstrend. Die Gewinne seit dem Oktober-Tief summieren sich trotz des jüngsten Rückschlags immer noch auf rund 35 Prozent./mis/men/jha/