PARIS (dpa-AFX) - Frankreichs oberstes Verwaltungsgericht hat die Schließung der Skilifte wegen der Corona-Pandemie für rechtens erklärt. Der zuständige Richter habe zwar festgestellt, dass die umstrittene Maßnahme erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen auf die betroffenen Gebiete haben werde, hieß es in der Mitteilung des Staatsrates am Freitag. "Er stellt jedoch auch fest, dass die Covid-19-Epidemie immer noch auf einem hohen Niveau grassiert, was insbesondere in Regionen, in denen Wintersport betrieben wird, zu einem starken Druck auf das Gesundheitssystem führt." Daher verletzte die von der Regierung veranlasste Schließung der Skilifte die unternehmerische Freiheit nicht in rechtswidriger Weise.

Frankreich will die Skigebiete an sich über die Weihnachtsferien offen lassen, Skilifte sollen für Touristen aber geschlossen bleiben. Dagegen hatten Wintersportregionen und weitere Organisationen Beschwerde beim Staatsrat eingelegt. "Lassen Sie uns unsere Stationen mit strengen Gesundheitsprotokollen eröffnen. Lassen Sie die Franzosen ihre Berge genießen. Tausende von Arbeitsplätzen hängen davon ab", hatte der Präsident der Region Auvergne-Rhône-Alpes, Laurent Wauquiez, gefordert. Französischen Medien nach plant die Regierung eine Wiedereröffnung der Skilifte ab dem 7. Januar, wenn es die Corona-Lage zulasse.

Frankreich plant außerdem eine siebentägige Quarantäne für Französinnen und Franzosen, die vom Skiurlaub im Ausland zurückkehren. So will die Regierung verhindern, dass die Menschen über die Feiertage in geöffnete Wintersportregionen etwa in der Schweiz fahren./nau/DP/eas