LONDON (dpa-AFX) - Die Unternehmensstimmung in der Eurozone hat sich im August eingetrübt, allerdings von hohem Niveau aus. Der Einkaufsmanagerindex des Marktforschungsunternehmens IHS Markit fiel zum Vormonat um 1,2 Punkte auf 59,0 Zähler, wie Markit am Freitag in London nach einer zweiten Schätzung mitteilte. Eine erste Erhebung hatte einen etwas höheren Wert von 59,5 Punkten ergeben.

Trotz der Abschwächung dürfte die Eurozone robust gewachsen sein, kommentierten die Marktforscher. An der Spitze der Rangliste steht im August Irland, gefolgt von Spanien, Deutschland, Italien und Frankreich. Nach wie vor stellen die Unternehmen viel Personal ein, um die steigende Nachfrage bedienen zu können. Allerdings wachse der Auftragsbestand ebenfalls rasant, auch aufgrund anhaltender Materialengpässe und Lieferschwierigkeiten.

Im August trübte sich im Währungsraum sowohl die Stimmung in der Industrie als auch unter Dienstleistern ein. Allerdings liegen die Indikatoren auf jeweils hohem Niveau.

Markit-Ökonom Joe Hayes führte die grundsätzlich robuste Entwicklung auf die Aufhebung vieler Corona-Beschränkungen zurück. Allerdings zeige die jüngste Stimmungseintrübung, dass die Wachstumsdynamik etwas nachlasse. Ausschlaggebend seien die Ausbreitung der Corona-Delta-Variante, Material- und Transportengpässe sowie der daraus resultierende anhaltende Kostenanstieg.

Die Entwicklung im Überblick:

^Region/Index August Prognose 1. Schätzung Vormonat

EURORAUM

Gesamt 59,0 59,5 59,5 60,2

Industrie 61,4 61,5 61,5 62,8

Dienste 59,0 59,7 59,7 60,2

DEUTSCHLAND

Industrie 62,6 62,7 62,7 65,9

Dienste 60,8 61,5 61,5 61,8

FRANKREICH

Industrie 57,5 57,3 57,3 58,0

Dienste 56,3 56,4 56,4 56,8

ITALIEN

Industrie 60,9 60,1 - 60,3

Dienste 58,0 58,5 - 58,0

SPANIEN

Industrie 59,5 59,0 - 59,0

Dienste 60,1 61,5 - 61,9°

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