LONDON (dpa-AFX) - Die Stimmung in den Unternehmen der Eurozone hat sich im Februar wieder gebessert. Der Einkaufsmanagerindex des Forschungsunternehmens IHS Markit stieg gegenüber Januar um 3,2 Punkte auf 55,5 Zähler, wie Markit am Donnerstag in London nach einer zweiten Schätzung mitteilte. Eine erste Schätzung wurde leicht nach unten korrigiert.

Nach der Abschwächung im Januar habe die Wirtschaft wieder an Fahrt gewonnen, kommentierte Markit. Unter den Dienstleistern besserte sich die Stimmung deutlich, in der Industrie trübte sie sich nach Zahlen vom Dienstag jedoch ein. Besonders deutlich stiegen die Indikatoren in den Dienstleistungssektoren Italiens und Spaniens. Allerdings sei die Entwicklung mit anhaltend deutlichen Preissteigerungen einhergegangen, hieß es seitens Markit.

Chefökonom Chris Williamson verwies einerseits auf nachlassende Belastungen durch die Corona-Pandemie, andererseits auf Wachstums- und Inflationsrisiken wegen des Ukraine-Konflikts. Die Umfrageergebnisse deuteten auf eine Wirtschaft hin, die zumindest vor dem Einmarsch Russlands in die Ukraine ein robustes Wachstum verzeichnet habe. Die Schutzmaßnahmen vor der Pandemie seien im Februar deutlich gelockert worden, was die Situation verbessert habe. Die Unternehmen sähen sich jedoch weiterhin mit Engpässen in den Lieferketten und einer Knappheit an Arbeitskräften konfrontiert.

Risiken sieht Williamson in weiter steigenden Energie- und Rohstoffpreisen infolge des Ukraine-Konflikts. Die Wachstumsaussichten dürften durch die Krise ebenfalls gedämpft werden.

Die Entwicklung im Überblick:

Region/Index Februar Prognose 1. Schätzung Vormonat

EURORAUM

Gesamt 55,5 55,8 55,8 52,3

Industrie 58,2 58,4 58,4 58,7

Dienste 55,5 55,8 55,8 51,1

DEUTSCHLAND

Industrie 58,4 58,5 58,5 59,8

Dienste 55,8 56,6 56,6 52,2

FRANKREICH

Industrie 57,2 57,6 57,6 55,5

Dienste 55,5 57,9 57,9 53,1

ITALIEN

Industrie 58,3 58,0 - 58,3

Dienste 52,8 52,5 - 48,5

SPANIEN

Industrie 56,9 56,0 - 56,2

Dienste 56,6 51,6 - 46,6°

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