LONDON (dpa-AFX) - Die Unternehmensstimmung in der Eurozone hat sich im Mai deutlich aufgehellt und ist auf den höchsten Stand seit gut drei Jahren gestiegen. Der Einkaufsmanagerindex des Marktforschungsunternehmens IHS Markit stieg zum Vormonat um 3,3 Punkte auf 57,1 Zähler, wie Markit am Donnerstag in London nach einer zweiten Erhebungsrunde mitteilte. Das Resultat der ersten Erhebung wurde leicht um 0,2 Punkte nach oben korrigiert.

Sowohl in der Industrie, vor allem aber im coronageplagten Dienstleistungssektor hellte sich die Stimmung auf. Dennoch liegt der Indikator für das verarbeitende Gewerbe immer noch deutlich höher als die Kennzahl der Dienstleister. Wesentlicher Grund ist, dass der Service- und Handelssektor immer noch von stärkeren Corona-Beschränkungen betroffen ist als die Industrie.

Erneut berichteten die Unternehmen von stark steigenden Kosten für Vorleistungsgüter und Rohstoffe. Dies ist eine Folge zahlreicher Probleme im internationalen Warenverkehr, die jedoch nur teilweise auf die Corona-Pandemie zurückgehen.

Bereits im Mai seien zahlreiche Corona-Beschränkungen gelockert worden, erklärte Markit-Chefökonom Chris Williamson. Weitere Lockerungen dürften anstehen und bis mindestens Herbst fortdauern, soweit keine neuen Corona-Wellen aufträten. Über die Sommermonate hinweg sollte es daher zu einem normaleren Geschäftsleben kommen.

Die Entwicklung im Überblick:

^Region/Index Mai Prognose 1. Schätzung Vormonat

EURORAUM

Gesamt 57,1 56,9 56,9 53,8

Industrie 59,4 59,2 59,2 58,9

Dienste 55,2 55,1 55,1 50,5

DEUTSCHLAND

Industrie 59,4 59,2 59,2 58,9

Dienste 52,8 52,8 52,8 49,9

FRANKREICH

Industrie 59,4 59,2 59,2 58,9

Dienste 56,6 56,6 56,6 50,3

ITALIEN

Industrie 62,3 62,1 - 60,7

Dienste 53,1 52,3 - 47,3

SPANIEN

Industrie 59,4 59,3 - 57,7

Dienste 59,4 57,9 - 54,6°

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