WASHINGTON (dpa-AFX) - Vertreter der USA und Russland setzen kommende Woche in Wien Gespräche über die atomare Rüstungskontrolle fort. Die Beratungen seien für Dienstag bis Donnerstag angesetzt, erklärte das US-Außenministerium am Freitag. Die US-Delegation bestehe aus Vertretern des Außen-, Verteidigungs- und Energieministeriums sowie des Nationalen Sicherheitsrats des Weißen Hauses. Bei den Treffen soll es auch um den Vorstoß der Amerikaner gehen, China für ein Abkommen zu gewinnen.

Am Montag beraten Vertreter beider Seiten bereits über Sicherheit im Weltraum, wie es hieß. "Wir hoffen, dass dieses Treffen uns ermöglicht, Wege zu erkunden, um die Stabilität und Sicherheit im Weltraum zu erhöhen und die Entwicklung von Normen für verantwortungsbewusstes Verhalten voranzutreiben", sagte ein Beamter des US-Außenministeriums am Freitag. Er nannte Russlands Aktivitäten im Weltraum "seltsam und gefährlich": Moskau arbeite an der Entwicklung von Raketen, die Satelliten zerstören könnten. Erst am Donnerstag hatten die USA und Großbritannien erklärt, Russland habe ein Geschoss von einem Satelliten abgefeuert, das die Züge einer Waffe habe.

US-Präsident Donald Trump und Russlands Staatschef Wladimir Putin hatten am Donnerstag über die Rettung eines der letzten großen Abrüstungsabkommen gesprochen. Konkret ging es bei dem Gespräch um den New-Start-Vertrag. Der Vertrag zur Begrenzung strategischer Atomwaffen zwischen den beiden Ländern läuft in gut einem halben Jahr aus. Die USA pochen schon lange darauf, China bei den Gesprächen um das New-Start-Abkommen mit an den Verhandlungstisch zu holen. Peking weigert sich aber bisher strikt, über sein relativ kleines, aber wachsendes Atomwaffenarsenal zu verhandeln. Gespräche zur Rettung des New-Start-Abkommens gab es bereits Ende Juni in Wien./lkl/DP/he