DETROIT (dpa-AFX) - Der eisige Winter und der teilweise Regierungsstillstand ("Shutdown") haben zum Jahresauftakt Spuren am US-Automarkt hinterlassen. Toyota etwa wurde im Januar nur gut 156 000 Neuwagen in Amerika los, wie der japanische Branchenriese am Freitag mitteilte. Das entspricht einem Minus von 6,6 Prozent im Jahresvergleich. Die Rivalen Nissan und Mazda mussten sogar Rückgänge um 19 Prozent beziehungsweise 20 Prozent verkraften.

Zu den Gewinnern zählte Fiat Chrysler , hier legte der Absatz um 2,5 Prozent und damit das elfte Quartal in Folge zu. Auch Honda konnte ein kleines Plus von 1,5 Prozent verbuchen. Etliche Autobauer haben ihre Ergebnisse noch nicht vorgelegt. Von den deutschen Herstellern lieferten zunächst nur Porsche und Audi Zahlen. Während der Sportwagenbauer ein sattes Absatzplus um 12,5 Prozent auf 5419 Autos schaffte, sanken Audis Verkäufe um 1,8 Prozent auf 14 253 Stück.

Analysten rechneten zum Jahresbeginn insgesamt nicht mit großen Sprüngen am US-Markt. Das kalte Wetter dürfte Kunden vom Besuch im Autohaus abgehalten haben, zudem sorgte der Behördenstillstand aufgrund des "Shutdowns" für Verzögerungen bei den Zulassungen. Da die beiden größten US-Hersteller General Motors und Ford ihre Ergebnisse nur noch im Quartalstakt vorlegen, hat die monatliche US-Verkaufsbilanz aber ohnehin stark an Aussagekraft eingebüßt./hbr/DP/he