Mit Spannung ist das frische Zahlenwerk des britisch-niederländischen Öl- und Erdgaskonzerns Royal Dutch Shell (WKN: A0ER6S) bereits erwartet worden. Im Vorfeld gab es einige Spekulationen. Insbesondere nachdem das Börsenjahr 2020 für die Öl- und Erdgasbranche bislang alles andere als erfolgreich gewesen ist.

Nach einem durchwachsenen ersten Quartal hat der britisch-niederländische Öl- und Erdgaskonzern schließlich die Dividende gekürzt. Im letzten Quartal gab es einen hohen milliardenschweren Verlust bedingt durch Abschreibungen. Und jetzt? Nun, sagen wir es so: ein solideres Zahlenwerk und eine moderate Dividendenerhöhung neben der Schuldenreduzierung. Schauen wir einmal, was wir als Investoren diesbezüglich wissen sollten.

Royal Dutch Shell: Das Q3 im Blick!

Royal Dutch Shell hat operativ zuletzt einige wesentliche Fortschritte gemacht, wie man selbst im Rahmen der Quartalszahlen betont. Unterm Strich steht so beispielsweise ein Ergebnis von 489 Mio. US-Dollar auf IFRS-Basis. Das bereinigte Ergebnis läge sogar bei 955 Mio. US-Dollar. Zwei Werte, die natürlich weit unter ihren Vorjahreswerten von 5,87, beziehungsweise 4,76 Mrd. US-Dollar liegen. Aber für das Marktumfeld erscheint das ganz okay.

Operative Verluste gab es dabei weiterhin in den Bereichen Integrated Gas, Upstream und in der Verwaltung. Positiv herausgestochen haben hingegen Marketing (rund 1,6 Mrd. US-Dollar Ergebnis) und auch das Trading hat erneut zu positiven Ergebnissen beigetragen. Oil Products blieben mit einem Ergebnis von 2,1 Mrd. US-Dollar auf IFRS-Basis beziehungsweise 1,68 Mrd. US-Dollar auf bereinigter Basis das erfolgreichste Segment.

Aufgrund dieser insgesamt wieder positiveren Entwicklung hat das Management beschlossen, die Dividende kurzfristig zu erhöhen: Statt wie zuvor 0,16 US-Dollar an die Investoren auszuzahlen werden jetzt 0,1665 US-Dollar ausgeschüttet. Eine Dividendenerhöhung von ca. 4 % im Jahresvergleich. Gleichzeitig betont das Management die eher progressivere Ausrichtung bei den Kapitalrückführungen und spricht zukünftig von Mittelrückführungen in einer Spanne zwischen 20 und 30 %, gemessen am Cashflow von Royal Dutch Shell.

Außerdem will das Management die Schulden reduzieren und hat hier im dritten Quartal bereits wesentliche Fortschritte gemacht: So belaufen sich die Nettoschulden per Ende des dritten Quartals auf 73,5 Mrd. US-Dollar, nach einem Vorquartalswert von 77,8 Mrd. US-Dollar. Perspektivisch sind lediglich noch 65 Mrd. US-Dollar Schulden geplant. Ein insgesamt sehr rundes Quartal, das möglicherweise besser ausgefallen ist, als es die Investoren erwartet haben.

Die weitere Perspektive!

Trotzdem sollten Foolishe Investoren nicht vergessen, dass das Marktumfeld rau bleiben könnte. Vermutlich auch aus diesem Grund hat Royal Dutch Shell im Rahmen dieses Berichtswesens erneut die eigenen Ziele hervorgehoben, bis zum Jahre 2050 klimaneutral zu werden. Sowie den Konzernumbau voranzutreiben.

Das dürfte auch die vergleichsweise geringe Ausschüttungspolitik mit lediglich 20 bis 30 % gemessen am Cashflow erklären. Royal Dutch Shell wird in den kommenden Jahren viel Geld in den Aufbau seines Geschäfts mit der Elektrizität investieren müssen. Auch das ist so weit bekannt. Es dürfte jedenfalls nicht weniger aufregend um die Aktie des britisch-niederländischen Öl- und Erdgaskonzerns werden. Wobei das dritte Quartal zumindest einen Moment zum Durchatmen gelassen hat.

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Vincent besitzt Aktien von Royal Dutch Shell. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

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Autor: Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

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