MOSKAU (dpa-AFX) - Russland und die mit Moskau verbündeten Separatisten haben der ukrainischen Armee schwere Kriegsverbrechen an der Zivilbevölkerung vorgeworfen. Einheiten der selbst ernannten "Volksrepublik" Luhansk entdeckten nach eigenen Angaben bei ihrem Vormarsch ein Massengrab. Sie beschuldigten ukrainische Truppen, Zivilisten als Schutzschilder missbraucht und diejenigen getötet zu haben, die sich widersetzten.

Seit langem wirft der Kreml der Ukraine einen "Genozid" an der russischen Minderheit im Donbass vor. Präsident Wladimir Putin begründete den Angriff auf die Ukraine auch mit dem Schutz dieser Menschen. Für die russischen Vorwürfe gibt es keine Belege.

In Moskau ordnete Russlands Chefermittler Alexander Bastrykin eine Untersuchung an, wie die Staatsagentur Tass am Sonntag meldete. Bastrykin will zudem gegen ukrainische "Nationalisten" ermitteln, die 300 Mönche und Zivilisten in der Ostukraine als "Geiseln" gehalten haben sollen.

Die Ukraine wirft ihrerseits russischen Truppen schwere Kriegsverbrechen vor. Die Einheiten plünderten und gingen mit Gewalt gegen Zivilisten vor, zahlreiche Luftangriffe richteten sich gegen Wohngebäude./bvi/DP/he