Unsere letzte Kommentierung zum S&P 500 an dieser Stelle überschrieben wir am 04.09. mit der Frage „Kommt es nun knüppeldick?“. Der marktbreite US-Index sah sich Anfang September den ersten kräftigen Gewinnmitnahmen ausgesetzt. Zudem stand zum damaligen Zeitpunkt der stark ausgeprägte Aufwärtstrend zur Disposition. Nun, einige Handelstage später hat sich das Konsolidierungsszenario etabliert. Das erste charttechnische Porzellan ging bereits zu Bruch. Der S&P 500 befindet sich in einer entscheidenden Phase.

Bringt die Handelswoche die Trendwende?

Dass sich der S&P 500 nunmehr in einer ausgeprägten Konsolidierungsphase befindet, lässt sich nicht mehr wegdiskutieren. Spätestens mit dem Bruch des im März dieses Jahres installierten Aufwärtstrends wurde das „Startsignal“ generiert. Nachdem die Konsolidierung in der ersten Phase von starken Gewinnmitnahmen geprägt war, gelang es dem Index zuletzt zunehmend besser, Stabilität zu entwickeln. Ohne Zweifel ist es der Versuch, einen Boden auszubilden, der gegenwärtig im Bereich von 3.340 / 3.300 Punkten zu beobachten ist. Allerdings bleibt noch abzuwarten, ob es bereits das Konsolidierungstief sein könnte.

Die neue Handelswoche hält eine Vielzahl relevanter Termine bereit. Das Highlight der Woche ist aber unbestritten die zweitägige Sitzung des FOMC (Federal Open Market Committee) der US-Notenbank. Am Mittwoch (16.09.) werden dann die Ergebnisse der Beratungen über Geld- und Zinspolitik bekanntgegeben. Das Kommuniqué und begleitende Kommentare werden ebenfalls für große Aufmerksamkeit sorgen. Von der Leitzinsentscheidung der Fed einmal abgesehen halten die nächsten Tage noch weitere relevante Termine parat. So stehen unter anderem die wichtigen Daten zu den US-Einzelhandelsumsätzen (Veröffentlichung ebenfalls am Mittwoch) sowie frische Daten zum US-Verbrauchervertrauen (ermittelt durch Reuters / Uni Michigan, Veröffentlichung am Freitag) an.

Das Chartbild

Die Konsolidierung hat bereits ersten charttechnischen Schaden angerichtet. Der Aufwärtstrend wurde durchbrochen. Mit dem Bereich von 3.390 Punkten ging zudem die erste wichtige Unterstützung verloren. Derzeit droht der nicht minder wichtige Bereich um 3.340 Punkten aufzuweichen. Insofern könnte es zu einer Ausdehnung der Bewegung auf 3.250 / 3.200 Punkte kommen, was unter bullischen Aspekten aber noch zu tolerieren wäre. Nur darunter sollte es dann nicht mehr gehen.

Kurzum

Dem S&P 500 steht eine wichtige Handelswoche ins Haus. Vor allem der Mittwoch könnte unserer Einschätzung nach das Potential haben, den S&P 500 in die eine oder andere Richtung zu bewegen. Aus charttechnischer Sicht gilt: Im besten Fall halten nun die 3.340 Punkte. Unter die 3.200er Marke sollte es tunlichst nicht mehr gehen. Auf der Oberseite würde die Rückkehr über die 3.390 Punkte eine erste Entspannung signalisieren. Der Ausbau eines neuen Verlaufshochs jenseits der 3.590 Punkte würde das Rallyszenario reaktivieren.

 (S&P 500® ist eine eingetragene Marke von Standard & Poor‘s Financial Services, LLC)

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