SEOUL (dpa-AFX) - Südkorea hat wegen des Kriegs in der Ukraine weitere Finanzsanktionen gegen Russland verhängt. Am Dienstag trat ein Verbot für Transaktionen mit der russischen Zentralbank, zwei Staatsfonds sowie der Großbank Rossija in Kraft, wie das Finanzministerium in Seoul mitteilte. Ausgenommen sind Zahlungen in Verbindung mit Energielieferungen. Südkorea schloss sich damit Strafmaßnahmen der USA und der EU an.

Insgesamt setzte Südkorea nun Transaktionen mit elf russischen Finanzinstituten und verbundener Unternehmen aus. Auch würden seit Anfang März keine Investitionen in russische Staatsanleihen mehr getätigt. Der Ausschluss von sieben russischen Banken vom Banken-Kommunikationsnetzwerk Swift trete im Einklang mit einer entsprechenden Entscheidung der EU am 12. März in Kraft.

Südkorea hatte bereits Ende Februar neben Finanzsanktionen auch Maßnahmen gegen Russland für schärfere Exportkontrollen angekündigt. Am vergangenen Sonntag beschloss die Regierung ähnliche Exportkontrollmaßnahmen gegen den russischen Verbündeten Belarus./dg/DP/jha