Die robuste Verfassung der US-Indizes, insbesondere die des US-Technologiesektors, stützt weiterhin den Kursverlauf unserer beiden heutigen Protagonisten. Eine Vielzahl von Daten wurde am gestrigen Donnerstag (25.06.) in den USA veröffentlicht. Unterm Strich boten die US-Daten ein ambivalentes Bild. Zunächst schien sich der Markt jedoch für eine negative Lesart des Daten-Allerlei zu entscheiden, doch im Tagesverlauf fingen sich die US-Indizes im Großen und Ganzen dann doch. Bleiben wir zunächst bei der Datenlage. Während die aktuellen Daten zum US-BIP im Rahmen der Erwartungen liegend veröffentlicht wurden, gab es in Bezug auf die wöchentliche Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe eine negative Überraschung. Die Daten zum privaten Konsum und zu den Auftragseingängen langlebiger Güter, die etwas besser als erwartet ausfielen, wurden zunächst außer Acht gelassen.

Die aktuelle Phase ist überaus spannend (und möglicherweise auch entscheidend). Die Corona-Pandemie bzw. die Sorgen in Bezug auf die weitere Entwicklung erlangen offenkundig wieder mehr Einfluss auf das Handelsgeschehen. Die Lage bleibt fragil.

Schauen wir auf die aktuelle Konstellation bei der Aktie der deutschen Softwareschmiede SAP (WKN: 716460 ISIN: DE0007164600 Ticker-Symbol: SAP).

Zum Zeitpunkt unserer letzten Kommentierung vor knapp einer Woche arbeitete sich die Aktie am Widerstandsbereich von 120+ Euro ab. Kurzzeitig sah es so aus, als ob die Aktie in Richtung markantes Februar-Hoch (130,0 Euro) würde vorrücken können, doch die Konsolidierungsbestrebungen am Gesamtmarkt „pfiffen“ auch die SAP-Aktie zurück. Aktuell steht wieder der Bereich von 120,0+ Euro im Fokus. Der gescheiterte Versuch, ein neues 52-Wochen-Hoch auszubauen, soll natürlich nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich die Aktie weiterhin in einer exzellenten Ausgangsposition befindet. Der intakte Aufwärtstrend (grün dargestellt) und die nach oben abdrehende 200-Tage-Linie könnten hier über kurz oder lang für eine Entscheidung auf der Oberseite sorgen. Wichtig ist aus unserer Sicht, dass Rücksetzer auf den Bereich der zentralen Unterstützung bei 110,0 Euro begrenzt bleiben. Sollte es darunter gehen, muss eine Neubewertung der Lage erfolgen. Auch die Aktie des Chipherstellers Infineon (WKN: 623100 ISIN: DE0006231004 Ticker-Symbol: IFX) vermochte es zuletzt nicht, entscheidende Durchschlagskraft auf der Oberseite zu entwickeln.

Der massive Horizontalwiderstand um 22,0 Euro in Kombination mit dem 52-Wochen-Hoch bei 23,1 Euro formt aktuell eine veritable Widerstandszone. Der Respekt der „Bullen“ scheint entsprechend zu sein.  Nach dem Verlassen des Aufwärtstrends (rot) fehlt der Aktie derzeit offenkundig die Durchschlagskraft. Um nicht weiter in Bedrängnis zu geraten, muss die Aktie die aus unserer Sicht zentrale Unterstützung bei 18,3 / 18,0 Euro weiterhin behaupten. Deren Relevanz wird nicht zuletzt durch die dort verlaufende 200-Tage-Linie erhöht.

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